Recht

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Brexit hin oder her – London wird ab September zweiter Bürostandort der Münchener Wirtschaftskanzlei GLNS. Leiter des neuen Standortes wird Corporate-Partner Daniel Gubitz, zusätzlich werden weitere Partner der Kanzlei künftig schwerpunktmäßig in London tätig sein.

Zum 1. September verstärkt Christopher Kellett als Partner die Private-Equity-Praxis der Sozietät Linklaters am Standort Frankfurt.

Indien ist ein wirtschaftliches Boomland und eilt gegenwärtig von Rekord zu Rekord. Und trotzdem assoziieren viele mit dem Subkontinent als erstes die Abfallprobleme in den Innenstädten und die Verschmutzung der (heiligen) Flüsse. Denn Indiens gegenwärtige Strukturen reichen nicht aus, um Umweltverschmutzung und Abfallmenge in den Griff zu bekommen. Da die Regierung das Problem jedoch erkannt hat und jetzt handelt, bieten sich aktuell große Chancen für internationale Investoren. Dabei sind allerdings eine ganze Reihe praktischer und rechtlicher Hürden zu bewältigen, wie Benjamin Parameswaran und Johann-Friedrich Fleisch, Rechtsanwälte bei DLA Piper und Mitglieder der India Group der Sozietät, erläutern.

Auch nach dem Ausstieg aus der Kernenergie bleibt ein Problem bestehen: Wohin mit den Tonnen radioaktiven Mülls, der noch in den Meilern schlummert? Im Zuge der umfassenden Neuordnung der kerntechnischen Entsorgung hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die bislang von der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service betriebenen Zwischenlager für Atommüll übernommen.

Gleich mehrere Interessenten hatten es auf das noch im Bau befindliche neue Verlagsgebäude der Axel Springer SE in Berlin abgesehen, der norwegische Staatsfonds Norges Bank Real Estate Management kam jetzt, wie berichtet (s. PLATOW Immobilien v. 21.7.), zum Zuge.

In Deutschland sind börsennotierte Unternehmen in den vergangenen Jahren zunehmend ins Visier aktivistischer Aktionäre geraten. Wie erst jüngst im Fall des Automobilzulieferers Grammer versuchen auch Aktionäre mit geringem Stimmrechtsanteil von teilweise weit unter 30%, maßgeblichen Einfluss auf die Besetzung der Organe von börsennotierten Gesellschaften zu nehmen. Gerrit Clasen, Counsel bei Ashurst, erläutert die Vorgehensweise der aktivistischen Aktionäre sowie potenzielle Abwehrmaßnahmen.

DLA Piper baut mit Philipp Cepl die patentrechtliche Beratungs-praxis am Standort Köln aus.

In einer Ende Juni veröffentlichten Entscheidung hat mit dem Amtsgericht Hersfeld erstmals ein deutsches Gericht festgestellt, dass die bloße Nutzung von WhatsApp einen Verstoß gegen deutsches Datenschutzrecht darstellt. Denn die Daten der im Smartphone gespeicherten Kontakte würden ohne deren Zustimmung an die WhatsApp Inc. in den USA weitergeleitet. Auch Unternehmen, deren Mitarbeiter WhatsApp nutzen, könnten nun ins Visier der Datenschutzbehörden rücken, warnen Hauke Hansen und Markus Dinnes von FPS Rechtsanwälte.

Simmons & Simmons baut ihre Finanzmarkt-Praxis am Standort Frankfurt mit zwei Neuzugängen auf Partnerebene weiter aus.

Am 27. Juni gelang Vapiano der Sprung an die Börse. Dabei vertraute das Systemgastronomie-Unternehmen auf die juristische Expertise eines Teams von Hogan Lovells unter Leitung des Frankfurter Partners Michael Schlitt (Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht).