O Tannenbaum – Wie teuer sind deine Blätter?

O Tannenbaum – Wie teuer sind deine Blätter?
(08.11.2018)

Weihnachten ohne Christbaum ist für viele Deutsche ein absolutes No-Go, gehört das zeremonielle Aufstellen und Schmücken der grünen Tanne im Kreise der Liebsten doch in vielen Haushalten zum festen Bestandteil des Feiertagsprotokolls. Der diesjährige Sommer mitsamt seiner Trockenheit als ständiger Begleiterin könnte dem traditionellen Festtagsablauf allerdings einen Strich durch die Rechnung machen.

Immerhin hat die große Hitze dieses Jahr bereits einigen Vertretern der Landwirtschaft die Planung gehörig durchkreuzt. Insbesondere die Getreidebauern können hiervon ein Lied singen. Auch für Verbraucher haben schlechte Ernten bittere Folgen. Drücken sie doch das Angebot und treiben den Preis zugleich in die Höhe. Es stellt sich wenige Wochen vor dem Fest also die berechtigte Frage: Folgt dem Erntechaos des Sommers jetzt noch ein Weihnachtsdrama unterm Tannenbaum?

Der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger sagt Nein. Trotz Wetterkapriolen und fehlendem Regen schlagen sich die grünen Ikonen hierzulande wacker. Und so sollte auch in diesem Jahr der Trend zu regionalen Bäumen anhalten, beruhigt Verbandschef Bernd Oelkers die Gemüter kurz vorm Start der Weihnachtsbaumsaison 2018 am Donnerstag (8.11.) in NRW. Als hiesiger Top-Seller ist es ausgerechnet die Nordmanntanne, der wegen ihrer kaukasischen Herkunft die widrigen Bedingungen nichts anhaben konnten. Angebot und erwartete Nachfrage (ca. 27 Mio. Bäume) dürften zwar nicht mehr so ausgeglichen sein wie 2017. Doch die leichte Preissteigerung um 0,50 bis 1 Euro pro lfd. Meter (A-Qualität: 18 bis 24 Euro (Nordmanntannen), 10 bis 16 Euro (Blaufichte), 6 bis 10 Euro (Rotfichte)) ist zu verschmerzen. Zumal der genügsame Deutsche ohnehin eher zur kleineren Tannen zwischen 1,50 und 1,75 Meter greift.