Osram sieht noch Eintrübungen

Osrams stärkste Halogenlampe Osrams stärkste Halogenlampe
© Osram
(21.09.2018)

Die Automechanika 2018 gab dem Lichtkonzern Osram die Gelegenheit, seine neueste Technik bei Halogenlampen vorzustellen. Aber auch sonst bewegt sich einiges bei den Münchnern. PLATOW hat sich daher die Aktie wieder einmal genauer angesehen.

Unser Musterdepotwert Osram wird etwas optimistischer für den wichtigen Geschäftsbereich Opto Semiconductor. Im Gj. 2018/19 (per 30.9.) soll der Umsatz um 5 bis 10%, im Jahr darauf sogar um rund 10% steigen. Die operative Marge erwartet Konzernchef Olaf Berlien im kommenden Gj. bei 22 bis 26%, im Gj. 2019/20 sogar bei 23 bis 29%. Aktuell steuert der Bereich, in dem optische Chips für das autonome Fahren, die Pflanzenzucht und den Gesundheitsbereich hergestellt werden, mit 1,7 Mrd. Euro rund 40% des Konzernumsatzes bei und erwirtschaftet mit 28,1% eine fast doppelt so hohe EBITDA-Marge wie der Gesamtkonzern.

Allerdings hatte Berlien beim Technologietag der Opto-Sparte auch einen kleinen Stimmungsdämpfer parat. „Kurzfristig" sei mit „Eintrübungen" im Geschäft der optischen Halbleiter zu rechnen, die „Sichtbarkeit der Marktentwicklung" bleibe eingeschränkt. Wir gehen aber davon aus, dass die Nachfrageschwäche in der Autoindustrie und die Projektverschiebungen im Smartphone-Geschäft nur vorübergehender Natur sind. Die Aktie (39,51 Euro; DE000LED4000) ist mit einem 2018/19er-KGV von 16 jedenfalls weiterhin chancenreich bewertet.

Unsere aktuelle Einschätzung zur Osram-Aktie lesen Sie in der PLATOW Börse vom 21.9.2018.