Osram strahlt immer noch

Strahlt durch Osram - Nationaltheater München Strahlt durch Osram - Nationaltheater München
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(09.11.2017)

Nach einem starken Jahr 2017 geht Osram etwas vorsichtiger in die laufende Berichtsperiode (per 30.9.). Beim Umsatz wird 2018 ein Plus von 5,5 bis 7,5% nach zuletzt 8,1% anvisiert. Das EBITDA erwartet Konzernlenker Olaf Berlien bei rd. 700 Mio. Euro, also 12% über den 621 Mio. Euro aus diesem Jahr. Anlauf- und Investitionskosten sowie der schwächere US-Dollar, in dem fast die Hälfte des Konzernumsatzes anfällt, stecken hinter der konservativen Guidance. Denn aus einem Cent Veränderung beim Euro-Dollar-Wechselkurs werden beim Lichtkonzern 9 Mio. Euro Differenz beim EBITDA.

Gut läuft es beim MDAX-Unternehmen v. a. bei optischen Halbleitern, wo mit einem Drittel der Umsätze fast 75% des operativen Ergebnisses und die stolze Marge von 28,1% erzielt werden. Das Automobilgeschäft sorgt für die Hälfte des Umsatzes und erreicht dabei immerhin eine Marge von 13,7%. Sorgenkind bleibt die Leuchtensparte, wo ein EBITDA-Verlust von 72 Mio. Euro zu Buche steht – Berlien prüft hier alle Optionen. Hoffnungsträger ist das Gemeinschaftsunternehmen mit Continental, wo in einem Markt mit 10% Wachstum pro Jahr nach unseren Schätzungen 2018 rd. 500 Mio. Euro mit Anwendungen für das autonome Fahren umgesetzt werden sollen.

Die Aktie (68,23 Euro; DE000LED4000) legte nach den Zahlen 3,5% zu. Das 2019er-KGV von 17 ist im Vergleich mit Philips und Zumtobel nicht ganz billig, wird aber durch die Wachstumsfantasie insbesondere aus dem Conti-JV gedeckt.

Unsere aktuelle Einschätzung zur Osram-Aktie lesen Sie in der PLATOW Börse vom 8.11.2017