Varta – IPO im zweiten Anlauf

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(18.10.2017)

Varta strebt nun mit Vollgas aufs Börsenparkett, nachdem der erste Rückkehrversuch des Traditionsunternehmens im Vorjahr scheiterte. Kurzfristig verkürzte der Börsenaspirant die Zeichnungsfrist: Sie geht für Privatanleger nur noch bis Mittwoch (12 Uhr). Die Erstnotiz im Prime Standard ist für Donnerstag geplant. Bis dahin will das Unternehmen über den neuen Konsortialführer Berenberg 8,6 Mio. Aktien (DE000A0TGJ55) verkaufen, die aus einer Kapitalerhöhung kommen.

Ob eine Mehrzuteilungsoption hinzukommt, entscheidet das Management in Absprache mit Berenberg sehr kurzfristig, wie wir auf Nachfrage beim Unternehmen erfahren haben. Sie käme wohl aber aus dem Bestand der Schweizer Montana, die auch nach dem IPO Mehrheitsaktionär bei Varta bleibt. Das Geschäftsmodell der Unternehmens, das nichts mehr mit Autobatterien zu tun hat (vgl. Brief v. 13.10.), vereint zwei Geschäftsbereiche: Mikrobatterien für Hörgeräten und Uhren sowie Energiespeicherlösungen, die Strom bspw. für den Eigenverbrauch im Privathaus konservieren.

Die Bookbuilding-Spanne geht von 15 bis 17,50 Euro. Dem Unternehmen fließen bis zu 150 Mio. Euro aus der KE zu. Damit will Varta intern wachsen und Produktionskapazitäten erhöhen. Der Umsatz wird 2017 wohl bei rd. 240 Mio. Euro liegen und damit prozentual zweistellig steigen. Das EBITDA dürfte mindestens 36 Mio. Euro erreichen, was einer Marge von 15% entsprechen würde. Das stabile Geschäftsmodell und die starke Marktpositionierung stimmen uns zuversichtlich.

Wie sich Anleger bei Varta verhalten sollen, lesen Sie in der aktuellen PLATOW Börse.