Lanxess wird sparsamer

Lanxess wird sparsamer
(11.09.2017)

Gut war bei der Vorlage der Hj.-Zahlen im August nicht gut genug. Denn die Lanxess-Aktie neigte in der Folge trotz eines Q2-Anstiegs beim EBITDA um rd. ein Viertel auf 367 Mio. Euro zur Schwäche. Vor allem überraschend hohe Einmal-Belastungen aus der Chemtura-Übernahme sorgten für Verstimmung.

Aber auch die Tatsache, dass Konzernchef Matthias Zachert bei seiner Prognosebestätigung (EBITDA für 2017 bei 1,225 Mrd. bis 1,3 Mrd. Euro) auf eine etwas abgeschwächte Dynamik im zweiten Halbjahr hinwies, gefiel den Analysten überhaupt nicht.

Im Zuge der Chemtura-Transaktion will Zachert den Konzern nun aber deutlich profitabler machen. Dazu sollen noch bis Ende 2018 insgesamt 180 Stellen (vor allem in den USA) wegfallen. Zusammen mit weiteren Maßnahmen will Lanxess so bis 2020 jährlich rd. 100 Mio. Euro sparen. Dem stehen Einmalkosten von rd. 140 Mio. Euro gegenüber. Trotz dieser Ankündigung blieb eine Erholung bei der Aktie (62,92 Euro; DE0005470405) weiter aus. Mit einem 2018er-KGV von 18 ist der Spezialchemie-Titel fundamental aber weiter attraktiv.

 

Unsere aktuelle Einschätzung zur Aktie von Lanxess lesen Sie in der PLATOW Börse vom 11.9.2017.