Neue Chance Commerzbank?

Neue Chance Commerzbank?
© Commerzbank AG
(10.07.2017)

Seit der Finanzkrise scheuen Anleger deutsche Banktitel wie der Teufel das Weihwasser. Vielleicht ist es langsam an der Zeit, zum Beispiel mit Blick auf die Commerzbank (11,09 Euro; DE000CBK1001) umzudenken. Das kolportierte Interesse des Finanzinvestors Cerberus, hierzulande vor allem bekannt durch seine Rolle im Scheidungskrieg von Daimler und Chrysler, könnte man jedenfalls so deuten. 

Cerberus erwäge, eine Minderheitsbeteiligung an Deutschlands zweitgrößter Privatbank zu erwerben, so Bloomberg mit Verweis auf ungenannte Kreise. Bei der Commerzbank und Cerberus gab es dazu keinen Kommentar, und auch das Bundesfinanzministerium, das den 15%-Anteil des Staates an der Bank verwaltet, zeigt sich schmallippig. Die Gerüchte sind mit Vorsicht zu genießen, sie zeigen aber, dass auch deutsche Bankentitel sich wieder einer gewissen Attraktivität erfreuen. Immerhin hat die Aktie der Commerzbank ihren Wert seit August verdoppelt. Im Vergleich zum Niveau von vor der Finanzkrise steht aber noch ein Minus von 95% zu Buche. Trotz Fortschritten beim radikalen Umbau der Bank fehlt uns noch die Überzeugung, dass die Bank mit einem stimmigen Geschäftsmodell im hart umkämpften Markt punkten kann.

Eine konkretes Votum zur Commerzbank finden Sie in der aktuellen PLATOW Börse.