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Compugroup verspricht zu viel

„Einen exzellenten Track Record wertsteigernder Akquisitionen“ – das verspricht Compugroup den Investoren in der Unternehmenspräsentation. Zukäufe gehören für den auf das Gesundheitswesen spezialisierten Softwareanbieter fast schon zum Tagesgeschäft. Am Mittwoch (14.12.) erwarben die Koblenzer eine 20%-Beteiligung an New Line – einem italienischen Datenprovider für Apotheken.

Im November griff das Unternehmen gleich zwei Mal zu: In Heidelberg wurde der Vorstand bei einem datenbasierten Lösungsanbieter für Ärzte fündig und in Florida erwarb das Unternehmen eine Softwareschmiede für unabhängige US-Labore. Wenngleich die Targets fachlich das bisherige Produktportfolio von Compugroup (37,80 Euro; DE000A288904) sinnvoll ergänzen, spricht die langfristige Margenentwicklung bislang nicht für eine Ausweitung der Profitabilität und damit für den angepriesenen wertsteigernden Charakter der M&A-Aktivitäten: Die EBITDA-Marge ist zwischen 2018 und 2021 von 25,4 auf 21,9% gefallen. Für das laufende Jahr avisiert das Management eine Spanne von 20,0 bis 21,2%. Hier sehen wir das Management in der Verantwortung, künftig zu liefern.  

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