Sherwin-Williams – Neues Allzeithoch nach Dow-Aufstieg?

Hierzulande ist Sherwin-Williams zwar eher unbekannt. Als Weltmarktführer bringt das Unternehmen aus Cleveland jedoch mit einer Marktkapitalisierung von über 90 Mrd. US-Dollar ein Vielfaches seiner Wettbewerber wie PPG, Akzo Nobel oder BASF auf die Waage.
Sherwin-Williams profitiert von einer derzeit stabilen Nachfrage beim Bauen und Renovieren. Höhere Rohstoffkosten konnten dabei durch Preiserhöhungen weitergegeben werden. Im Q3 wurden bei einem Umsatzanstieg von 0,7% das EBITDA um 1,2% auf 1,28 Mrd. Dollar und der bereinigte Gewinn je Aktie um 5% auf 3,37 Dollar gesteigert. Die EBITDA-Marge kletterte so leicht um 10 Basispunkte auf 20,8% (5J: 17,4%). Insbesondere im Direktvertrieb von Farben und Lacken in Nord- und Südamerika, der fast zwei Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht, erzielte der Bereich Protective & Marine ein solides Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich.
Analysten hatten insgesamt zwar etwas mehr auf ihren Zetteln stehen, sodass die NYSE-Aktie (374,40 Dollar; US8243481061) vom Allzeithoch bei 389 Dollar etwas verlor. CEO Heidi Petz strebt allerdings weiterhin an, stärker als der Markt zu wachsen. Konkret soll der Umsatz im niedrigen einstelligen Bereich zulegen, während der bereinigte Gewinn je Aktie im Schnitt um 8% auf 11,25 (Vj.: 9,25 Dollar) steigen dürfte.
Mit einem 2025er-KGV von 31 (10J: 28) ist das Papier historisch zwar nicht mehr ganz günstig. Doch mit erwarteten Steigerungsraten von 13,9% beim EPS und 3,3% p.a. beim Umsatz in den nächsten drei Jahren wächst Sherwin-Williams sehr profitabel. Der Aufstieg in den Dow Jones bietet zusätzliches Aufwärtspotenzial.
Wir halten Sherwin-Williams weiter. Stopp hoch über Einstand bei 229,92 Dollar auf 279,80 (196,50) Dollar. Neuleser akkumulieren bei Rücksetzern auf 340,00 Dollar.