Metalle & Bergbau

Stahlhändler

Klöckner schreibt rote Zahlen

Seit nun drei aufeinanderfolgenden Quartalen befindet sich der Stahlhändler Klöckner in den roten Zahlen. Das Q1 brachte nun aber auch noch einen gehörigen Umsatzrückgang von 15% mit sich.

Bahn-Infrastruktur

Vossloh kommt aufs Abstellgleis

Der Bahninfrastruktur-Dienstleister Vossloh hat am vergangenen Donnerstag (27.4.) gute Q1-Zahlen vorgelegt. Das Umsatzplus von 15,4% auf 256,3 Mio. und der EBIT-Anstieg von 73,7% auf 14,0 Mio. Euro bedeuten das stärkste Anfangsquartal der Geschichte.

Metallindustrie

Klöckner – Großaktionär kauft zu

Bei dem deutschen Metallhändler Klöckner will Großaktionär und Aufsichtsratsmitglied Friedhelm Loh mittels seiner Gesellschaft Swoctem mehr als 30% der Anteile übernehmen. Das Angebot belief sich auf 9,75 Euro mit Annahmefrist bis Dienstag, 25.4. Das Management riet den Aktionären, das Angebot nicht anzunehmen, da sie den Preis für zu niedrig hielten. 

Rohstoffe

Aurubis – US-Investment läuft an

Aurubis bedient mit seinem Geschäftsmodell gleich drei Themen, die starken strukturellen Rückenwind erfahren. So profitiert der Metall-Recycler sowohl von der steigenden Kupfernachfrage, die durch die Elektrifizierung befeuert wird, als auch vom stärkeren Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften mit begrenzten Ressourcen. Nicht zuletzt darf die geopolitische Relevanz von Aurubis aufgrund der zunehmenden Spannungen zwischen dem Westen und China nicht unterschätzt werden. 

Holdings

Salzgitter – Klassischer Zykliker

Auf ein überaus starkes Gj. 2022 kann der Stahlhersteller Salzgitter blicken. Trotz Energiekrise und keines einfachen makroökonomischen Umfelds wuchs der Umsatz um gut 29% ggü. Vj. und traf damit die Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn stieg sogar um 86% an und konnte 7% auf der Oberseite überraschen. Die Nettomarge stieg dadurch auf knapp 9% und damit auf das höchste Niveau der vergangenen 15 Jahre.

Stahlhandel

Wachstumschance bei Klöckner

Auch die Q4-Zahlen von Klöckner konnten den Markt nicht überzeugen. So stürzte die SDAX-Aktie (9,50 Euro; DE000KC01000) des Metall- und Stahlhändlers nach den Zahlen (9.3.) um über 6% ab.

Stahlverarbeitung 

Thyssenkrupp – Viel Gegenwind

Obwohl Thyssenkrupp überraschend gut ins erste Quartal 2022/23 (per 31.12.) startete, strafte der Markt die MDAX-Aktie (6,83 Euro; DE0007500001) nach den Zahlen mit einem Kurssturz von über 10% ab. An den Erwartungen kann es nicht gelegen haben: So blieb der Umsatz auf dem Niveau des Vj. und fiel damit etwas höher als erwartet aus. Das EBIT brach zwar über 30% ein und die EBIT-Marge kontrahierte auf magere 3%, doch Analysten hatten noch deutlich Schlimmeres befürchtet. Auch der Gewinn pro Aktie von 0,12 Euro war doppelt so hoch wie erwartet, obwohl auch hier das Ergebnis um 30% unter dem Vj. lag.

Metallverwertung

Aurubis – Basiseffekte belasten

Die jüngsten Q1-Zahlen (per 31.12.) von Aurubis waren durchwachsen. Der Umsatz des Metallrecycling-Unternehmens lag 7% unter dem Vj. und damit leicht unter den Erwartungen. Beim Nettogewinn waren es sogar 80% weniger als im Vorjahr und die Enttäuschung war hier besonders groß: Der Gewinn fiel gut 30% unter der Konsenserwartung der Analysten aus. Hierbei gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass es wegen eines außerordentlich starken Vorjahresquartals einen Basiseffekt gab, der sich unvorteilhaft auf das aktuelle Ergebnis auswirkte. So waren die Kupferpreise im vergangenen Jahr auf einem besonders hohen Niveau. 

Produktionsstätte von Heidelberg Materials in Lengfurt
Baustoffe

HeidelMaterials – Viel Unsicherheit

Bei Heidelberg Materials schreitet der Umbau zu einem grüneren Konzern weiter voran. Der Baustoffhersteller weiß um seinen enormen ökologischen Fußabdruck: Die Bau- und Gebäudewirtschaft macht laut einem UNO-Bericht insgesamt 39% des globalen CO2-Ausstoßes aus.

Aurubis Kontaktanlage in Hamburg, Deutschland
Metallindustrie

Aurubis investiert mehr

Der Multimetall-Konzern Aurubis beeindruckte am 21.12. nicht nur durch gute Jahreszahlen (per 30.9.), sondern auch mit einem erweiterten Investitionsprogramm von 530 Mio. Euro. Mit einem Umsatz von 18,5 Mrd. Euro (+13,6%) und einem Rekord beim ber. Vorsteuerergebnis (EBT) von 532 Mio. Euro (+39,6%) profitierten die Hamburger nicht zuletzt von hohen Preisen bei Industriemetallen wie Kupfer, Zinn oder Nickel. Weil das zyklische Geschäft von schwankenden Rohstoffpreisen abhängt, extrem energielastig und nur geringmargig (EBT-Marge: 2,9%) ist, geht CEO Roland Harings für das neue Gj. nur von einem ber. EBT von 400 Mio. bis 500 Mio. Euro aus.

Baustoffgeschäft

Heidelberg Materials trotzt Preisen

Das Q3 war für Heidelberg Materials sehr solide. Der Konzern spürte zwar die wirtschaftliche Abkühlung und die deutlich angezogenen Energiepreise, konnte aber seine Margen bisher erstaunlich stabil halten. So lag die EBITDA-Marge bei 20% (Vj.: 23%.), die EBIT-Marge bei sehr ordentlichen 15% (Vj.: 17%). In Anbetracht der enormen Energieintensität des Zement- und Betongeschäfts ist das ein wichtiges Zeichen der Resilienz. Der Umsatz legte im Q3 um knapp 16% ggü. dem Vj. zu, wobei der Anstieg v. a. auf Preisanhebungen statt auf Volumensteigerungen zurückzuführen ist. Um die Kosten zu deckeln und damit die Margen zu erhalten, setzt Heidelberg Materials auf Energiesparmaßnahmen.

Metallverwertung

Aurubis – Inflation und Ukraine-Krieg schlagen Wellen

Feierlich drehte Wirtschaftsminister Robert Habeck am Freitag (21.10.) zusammen mit dem Industrieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Sultan Al Jaber, in Hamburg den Hahn auf. Das Zeichen: Kein Gas mehr aus Russland. Für den in der Hansestadt ansässigen Metallwiederverwerter Aurubis eine wichtige – obgleich mit viel Kritik verbundene – Möglichkeit. Denn mit dem zur Lieferung in „blauen Ammoniak“ umgewandelten Wasserstoff startete der Konzern eine achtwöchige Testreihe. Das Ziel: Die Reduktion des jährlichen Erdgasbedarfs bei der Fertigung von Kupferdraht um bis zu 4 000t CO2 – bzw. rund 20%.

Stahlhändler

Klöckner – Gewinne brechen ein

Die Aktie von Klöckner & Co ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass der isolierte Blick auf einzelne Bewertungskennziffern an der Börse kein Erfolgsrezept ist. Das gilt v. a. für Unternehmen, deren Gewinne stark vom aktuellen Konjunkturzyklus abhängig sind. Bei dem Stahl- und Metalldistributor ist das eindeutig der Fall. Das EBITDA schwankte in den vergangenen acht Jahren zwischen 24 Mio. und 879 Mio. Euro, Konzernergebnis und Free Cashflow rutschten dabei immer mal wieder ins Minus. Ein klarer und vor allem nachhaltiger Trend ist nicht zu erkennen. Das erschwert die Einordnung.

Mobiles Schweissen
Infrastruktur

Vossloh will Geschichte schreiben

Nach starken vorl. Eckdaten für das Q3 hat Vossloh die 2022er-Guidance konkretisiert: Demnach erwartet der Spezialist für Schienenbefestigungssysteme, Betonschwellen und Weichensysteme einen Umsatz in der Spanne von 1,0 Mrd. bis 1,05 Mrd. (zuvor: 0,95 Mrd. bis 1,05 Mrd.) Euro.

Baustoffe

HeidelCement kassiert Prognose ein

Die Halbjahreszahlen von HeidelbergCement dürften bei Anlegern zu gemischten Gefühlen geführt haben. So konnte der Umsatz zwar um über 11% gegenüber dem Vj. zulegen und damit den Analystenkonsens leicht übertreffen. Allerdings sank der Gewinn je Aktie im selben Zeitraum um satte 26%. Zudem wurde die 2022er-Prognose bezüglich des Ergebnisses des laufenden Geschäftsbetriebs kassiert. Waren die Heidelberger zuvor noch von einem leichten Anstieg ausgegangen, wird nun ein leichter Rückgang erwartet.

Bahninfrastruktur

Vossloh – Weltweit die Nummer 1

Trends wie „grüne Mobilität“ und Urbanisierung beflügeln das Geschäftsmodell von Vossloh langfristig. Zu den Kernkompetenzen des Bahninfrastruktur-Dienstleisters zählen Schienenbefestigungssysteme, Betonschwellen und Weichensysteme.

Bergbau

KGHM mit vielen Problemen

Als wir vor Jahresfrist bei der KGHM Polska Miedz-Aktie (22,35 Euro; PLKGHM000017) zu Gewinnmitnahmen rieten, kostete das Papier noch mehr als 40 Euro (s. PEM v. 24.6.21). PEM-Leser konnten daher Gewinne von mehr als 180% realisieren. Heute kostet der Titel nur noch knapp die Hälfte.

Stahlhersteller

Salzgitter droht Gewinnschmelze

Die Salzgitter-Aktie (24,90 Euro; DE0006202005) ist aktuell nur schwer zu greifen. Das zeigt sich auch an den Analysten-Kurszielen, die von 20,00 bis 55,00 Euro reichen. Eine ungewöhnlich breite Spanne für ein so etabliertes Unternehmen.

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