Hellofresh – Schock verdaut
Hellofresh gab am Dienstag (10.8.) endgültige Q3-Zahlen bekannt: Demnach stieg der Umsatz um 60% auf 1,56 Mrd. (Vj.: 972 Mio.) Euro. Aufgrund hoher Steuerabgaben sank der Gewinn auf 83,7 Mio. (Vj.: 115,8 Mio.) Euro.
„Der Preis ist das, was du bezahlst. Der Wert ist das, was du erhältst.“
Hellofresh gab am Dienstag (10.8.) endgültige Q3-Zahlen bekannt: Demnach stieg der Umsatz um 60% auf 1,56 Mrd. (Vj.: 972 Mio.) Euro. Aufgrund hoher Steuerabgaben sank der Gewinn auf 83,7 Mio. (Vj.: 115,8 Mio.) Euro.
Hellofresh kündigte zur Wochenmitte an, nach Norwegen zu expandieren. Damit bleibt der Kochboxversender klar auf Wachstumskurs. Nachdem das Unternehmen positive Erfahrungen mit den Markteintritten in Dänemark und Schweden hatte, folgt mit Norwegen das nächste skandinavische Land, so Co-CEO Thomas Griesel.
Einen herben Wachstumsdämpfer erlitt derweil Shop Apotheke. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie eine regelrechte Sonderkonjunktur erlebte, kehrt nun allmählich Ernüchterung ein.
Hellofresh hat im April (vgl. PV v. 19.4.) die Jahresziele nach oben genommen und damit bewiesen, dass die Geschäfte gut laufen. Rückenwind bekommt der Lieferant frischer Kochboxen aktuell von vielen Seiten: Der Wettbewerber Just Eat Takeaway.com rührt als Sponsor der Fußball EM 2020 für die gesamte Branche die Werbetrommel.
Bis auf 249,00 Euro ist die Aktie der Shop Apotheke im Februar hochgelaufen. Die Corona-Beschränkungen, die den Online-Kauf beflügeln, und die E-Rezept-Fantasie trieben an.
Nach einem starken Jahresauftakt hat Hellofresh am Donnerstag (15.4.) die Guidance erhöht. Der Kochboxenlieferant ist für uns kein reiner Corona-Profiteuer (vgl. PB v. 3.3.), bekam dennoch etwas Rückenwind durch den schleppenden Impfstart in Europa.
Am Dienstag (2.3.) legte Hellofresh gute Jahreszahlen vor, die von enormem Wachstum geprägt waren. Der Kochboxenlieferant verdoppelte 2020 den Umsatz mit über 600 Mio. ausgelieferten Mahlzeiten auf 3,75 Mrd. Euro. Das ber. EBITDA wurde mit nun 505,2 Mio. Euro fast verzehnfacht.
Seit unserem Einstieg Ende November (vgl. PB v. 30.11.) hat uns Shop Apotheke Freude bereitet. PB-Leser liegen bei der Aktie (158,00 Euro; NL0012044747) bereits 15% vorne.
Heftige Kursausschläge gab es bei Hellofresh schon früher. Die jüngsten Impfstoffnachrichten führten jedoch zu einem generellen Favoritenwechsel an der Börse (s. S. 1 „Unsere Meinung“).
Im November war das große Reinemachen in den Depots angesagt: Corona-Gewinner wie Hellofresh (s. S. 3), Scout24 oder Zalando (s. S. 1) flogen raus, während die Hoffnung auf impfstoffbedingte „normale Zeiten“ die Zykliker zurück in die Gunst der Anleger brachte (s. „Unsere Meinung“ auf S. 1). In einigen Fällen wurde über Gebühr verkauft. Bei welchen Titeln hat der November interessante Einstiegskurse kreiert?
Die fortwährende Corona-Pandemie hat HelloFresh auch im Sommer in die Karten gespielt. Der Umsatz im Q3 hat sich mit rd. 970 Mio. (Vj.: 440,6 Mio.) Euro weit mehr als verdoppelt und das ber. EBITDA von über 112 Mio. (Vj.: 15,5 Mio.) Euro übertraf die Markterwartung von 73 Mio. Euro deutlich.
Bei Metro wird in den kommenden Wochen und Monaten der anhaltende Machtkampf zwischen Daniel Kretínský und der Gruppe um die Meridian Stiftung und die Beisheim Holding (gemeinsamer Anteil an Metro: 23,1%) für weitere Unsicherheit sorgen (s. a. PLATOW Brief).
Mit den Q2-Zahlen hat Hellofresh am Dienstag (11.8.) erneut die Jahresziele angehoben.
Obwohl HelloFresh vergangene Woche erneut die operativen Ziele nach oben schraubte, setzten vermehrt Gewinnmitnahmen ein. Die MDAX-Aktie (42,66 Euro; DE000A161408) korrigierte um 20%, wobei dies angesichts des enormen Kursanstiegs von 186% seit Jahresbeginn nichts Ungewöhnliches ist.
Sie standen schon vor den coronabedingten Ausgangsbeschränkungen hoch im Kurs: Essenslieferanten. Die Auswahl ist mittlerweile riesengroß, da immer mehr Restaurants und Fast-Food-Ketten auf den Zug aufspringen.
Unsere MDAX Dispoliste (s. u.) hat sich im Ausverkauf der Märkte radikal geleert. Bei den meisten Titeln war der Kursrutsch riesig und die Stopps griffen rechtzeitig, so dass ein Großteil des Kapitals gesichert wurde.
Bei Shop Apotheke deuten alle Anzeichen darauf hin, dass der Online-Medikamentenversender in diesem Jahr operativ in die Gewinnzone vorstoßen kann. Vorstandschef Stefan Feltens prognostiziert für 2020 einen organischen Umsatzschub von 20% und eine „schwarze“ bereinigte EBITDA-Marge.
Zu den wenigen Gewinnern der Corona-Krise kann HelloFresh gehören. Sollte die Bundesregierung die Ausbreitung der Pandemie mit noch strengeren Verordnungen oder gar mit Abriegelungen bekämpfen, werden sich die Kochboxen einer steigenden Nachfrage erfreuen.
Dank der ungebremsten Nachfrage nach HelloFresh-Kochboxen hat die Gesellschaft ihre Jahresziele deutlich übertroffen. Wie der Konzern am Donnerstag (16.1.) mitteilte, wurde 2019 ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 36% auf rd. 1,8 Mrd. Euro erzielt. Erwartet hatte der Essenslieferant nur einen Zuwachs von 31 bis 33%. Auch das ber. EBITDA von 45 Mio. bis 48 Mio. Euro überzeugte, denn HelloFresh landete somit auch auf Jahressicht klar in der Gewinnzone.
Wenig überraschend wurden die Q1-Umsätze bei Metro noch vom Russland-Geschäft gebremst. Wie sich mit dem Bericht vom Mittwoch (15.1.) aber zeigt, konnten auch die Verkäufe in Deutschland nicht überzeugen. In Russland sanken die flächenbereinigten Erlöse um 5,3%, hierzulande um 0,4% und konzernweit stiegen sie nur um 1,0%.
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