Kurznachrichten im Überblick
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Basler, Vitesco, Hugo Boss, Siemens Healthineers und Sto.
„Sei ängstlich, wenn andere gierig sind und sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Basler, Vitesco, Hugo Boss, Siemens Healthineers und Sto.
Nach vorläufigen und als sehr ordentlich befundenen Jahreszahlen (Umsatz: +25,6% auf 1,6 Mrd. Euro; ber. EBIT: +33,8% auf 124,6 Mio. Euro; Marge: 8,0%) gab es von SAF Holland am 30.3. mehr Details und einen zuversichtlichen Ausblick.
In dieser Ausgabe kümmern wir uns um Sanofi, GE Healthcare,Siemens und Jost Werke.
Der am Donnerstag (23.3.) kommunizierte 2023er-Ausblick von Vitesco hat den Aktienkurs (64,75 Euro; DE000VTSC017) zeitweise zweistellig abstürzen lassen, obwohl ein profitables Wachstum in Aussicht gestellt wurde.
Porsche Automobil Holding (PAH) blickte auf der Bilanz-PK am Donnerstag (23.3.) auf ein ereignisreiches Jahr 2022 zurück. Das Highlight im Vj. dürfte klar der Börsengang bzw. die Abspaltung der Porsche AG aus dem Volkswagen-Konzern gewesen sein. Die Familien Porsche und Piëch, die im vollständigen Besitz der Stammaktien der PAH sind, haben sich über ihre Holding 25 Prozent plus eine Aktie an dem Sportwagenhersteller gesichert und damit ihr Beteiligungsportfolio erweitert. Dadurch verspricht sich die Konzernspitze, die Erlösströme mittelfristig zunehmend zu diversifizieren.
Hella bestätigte am Dienstag (21.3.) die im Februar kommunizierten vorl. Geschäftszahlen: Der Umsatz im siebenmonatigen Rumpfgeschäftsjahr (1.6. bis 31.12.22) stieg um rd. 25% (organisch: 21%) auf 4,4 Mrd. Euro. Aus Sicht der Segmente konnten die beiden Kernbereiche, Beleuchtung (48% vom Umsatz) und Elektronik (39%), nahezu im Gleichschritt um rd. 28% bzw. 29% zulegen.
Das Jahr 2022 lief für BMW ausgesprochen stark. Der Umsatz stieg um 28% auf 142,6 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge des bei Analysten im Vordergrund stehenden Segments Automotive (87% der Konzernumsätze) fiel auf 8,6% (Vj.: 10,3%), was jedoch auf einen einmaligen Sondereffekt durch eine im Vj. konsolidierte Übernahme in China zurückzuführen ist. Auf der Jahreskonferenz (15.3.) stellte CEO Oliver Zipse zudem seine mittelfristige Strategie vor und die liegt klar im Premiumsegment und in der E-Mobilität.
Sichtlich zufrieden legte CEO Oliver Blume am Montag (13.3.), das „mit Abstand stärkste Ergebnis in der Geschichte von Porsche“ vor.
Gleich eine Reihe von Schlagzeilen haben Schaeffler zuletzt ins Rampenlicht gerückt. Zunächst gab die Großaktionärin und Gründer-Witwe Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann am Freitag (3.3.) bekannt, dass sie ihr Aufsichtsratsmandat niederlegt. Am Montag präsentierte der Automobilzulieferer dann Zahlen für 2022, welche die Schwachstellen des Unternehmens offenlegten: Während der Umsatz um rd. 14% auf 15,8 Mrd. Euro kletterte und den Konsens (15,6 Mrd. Euro) übertraf, enttäuschte wieder einmal die Profitabilität. So fiel das ber. EBIT um rd. 14% auf 1,0 Mrd. Euro, die Marge kontrahierte auf 6,6% (Vj.: 8,8%; Konsens: 6,8%).
Seit unserem letzten Bericht zu Vitesco (vgl. PB v. 10.1.22) hat der Kurs der SDAX-Aktie (66,20 Euro; DE000VTSC017) um weitere 7% zugelegt. Seit Erstempfehlung (vgl. PB v. 5.10.22) liegen unsere Leser über 25% im Plus.
Die Reaktion nach der 2022er-Zahlenvorlage am Freitag (17.2.) sprach Bände: Einem 3%-Kursplus bei Mercedes-Benz (74,52 Euro; DE0007100000) stand ein DAX-Verlust von 0,3% gegenüber. Damit goutiert der Markt nicht zuletzt die starken Zuwächse aus dem Vj. bei Umsatz (+12%) und EBIT (+28%; Marge: +160 bps. auf 13,6%). Auch die Dividendenanhebung auf 5,20 Euro je Anteilschein (Rendite: 7%) und der Aktienrückkauf von 4 Mrd. Euro (5% des Börsenwertes) bis März 2025 kamen auf dem Parkett gut an. Selbst der Ausblick wird von Analysten nach der Telefonkonferenz weitestgehend positiv gewertet, obwohl der Umsatz nur auf Vj.-Niveau liegen soll und das EBIT sogar leicht darunter. Der Konsens hatte jedoch beim EBIT einen deutlicheren Rückgang erwartet.
Für SAF Holland war das Jahr 2022 von Erfolg gekrönt. Der Hersteller von fahrwerksbezogenen Baugruppen für Trailer, Lkw und Busse steigerte den Umsatz um rd. 26% auf 1,6 Mrd. Euro. Damit übertraf der Nutzfahrzeug-Zulieferer ähnlich wie der Wettbewerber Jost Werke (s. diese Ausgabe) seine mehrfach im Jahresverlauf angehobene Prognose (1,4 Mrd. bis 1,5 Mrd. Euro). Besonders stark lief das Geschäft in den kleineren Regionen Nordamerika (+47%) und Asien-Pazifik (+44,5%). Das operative Ergebnis zeigte sich trotz gestiegener Inflation äußerst widerstandsfähig. Dank Preiserhöhungen sowie Effizienzsteigerungen in der Produktion legte die ber. EBIT-Marge um 50 bps. auf 8,0% zu, womit das obere Ende der ursprünglich avisierten Zielspanne (7,5 bis 8,0%) erreicht wurde. In Sachen Profitabilität hat sich SAF Holland damit sogar besser als Jost Werke (-20 bps.) geschlagen.
Jost Werke legte am Donnerstag (16.2.) ein überzeugendes 2022er-Zahlenwerk vor: Der Umsatz stieg um 20% auf einen Rekordwert von 1,3 Mrd. Euro. Einen neuen Höchstwert erreichten die Neu-Isenburger auch beim ber. EBIT, das trotz gestiegener Kosten für Energie, Material und Logistik um 18% auf 123,8 Mio. Euro zulegte. Damit übertraf der Hersteller von Sattel- und Anhängerkupplungen für Nutzfahrzeuge die zuvor im Jahresverlauf angehobene Guidance sowohl beim Umsatz („niedriges zweistelliges Wachstum“) als auch beim ber. EBIT („hohes einstelliges Prozentwachstum“). Die Marge blieb bei 9,8% nahezu stabil zum Vj. (10,0%).
Bei unserem Musterdepotwert Mercedes-Benz (72,46 Euro; DE0007100000) ziehen wir den Stopp hoch auf 51,80 (49,90) Euro. js
Mercedes-Benz bereitet Anlegern in diesem Jahr bislang viel Freude. Unser Musterdepotwert (67,81 Euro; DE0007100000) liegt YTD rd. 9% im Plus.
Continental kommt operativ nicht in Fahrt, wie die vorl. Eckdaten für 2022 offenbaren: Mit einem Umsatzwachstum von 17% auf 39,4 Mrd. Euro übertraf der Automobilzulieferer und Reifenhersteller zwar den Konsens (39,0 Mrd. Euro) und erreichte die Mitte der in Aussicht gestellten Umsatzspanne (38,3 Mrd. bis 40,1 Mrd. Euro).
Hella lieferte starke Hj.-Zahlen: Von Juni bis November 2022 konnte der naturgemäß konjunkturanfällige Automobilzulieferer trotz des eingetrüben Makrobilds den Umsatz (+25,7%; organisch: + 20,8%) auf 3,8 Mrd. Euro und das ber. EBIT (+29,5%) auf 202 Mio. Euro steigern. Dabei konnte die EBIT-Marge mit 5,3% trotz hoher Preise für Material und Energie leicht um 40 bps. verbessert werden.
Der Siegeszug der Elektroautos auf den Straßen dieser Welt ist nicht mehr aufzuhalten. Von heute auf morgen wird der Wandel aber nicht vollzogen – auch weil die Technik der ohne den klassischen Verbrenner auskommenden Wagen noch nicht vollständig ausgereift ist.
Trotz Logistikengpässen knüpfte Mercedes-Benz (67,92 Euro; DE0007100000) im Vj. mit 2,04 Mio. ausgelieferten Fahrzeugen fast an das 2021er-Niveau (-1%) an. Bemerkenswert ist der überdurchschnittliche Anstieg (+124%) von E-Autos auf 117 800 Mio. Einheiten (6% der Gesamtauslieferungen). Auf der CES in Las Vegas haben die Schwaben in Sachen Elektromobilität angekündigt, ein weltweites Netz von Schnellladesäulen für E-Autos aufbauen zu wollen.
Das Q3 lief für Volkswagen durchwachsen. So stieg zwar der Umsatz um 24%. Auch das EBIT legte um 65% ggü. Vj. zu, enttäuschte aber die Analysten, die sich einen 10% höheren Wert erhofft hatten. Die größte Enttäuschung war allerdings der Nettogewinn der Wolfsburger. Trotz üppiger Absatzsteigerung sank der Gewinn um 29% und lag damit fast 50% unter den Erwartungen. Diese negative Überraschung dürfte einer der Gründe für die im Vergleich zum DAX sehr anämische Erholung der Aktie (137,74 Euro; DE0007664039) gewesen sein.
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