Finanzen

Varta strebt nun mit Vollgas aufs Börsenparkett, nachdem der erste Rückkehrversuch des Traditionsunternehmens im Vorjahr scheiterte. Kurzfristig verkürzte der Börsenaspirant die Zeichnungsfrist: Sie geht für Privatanleger nur noch bis Mittwoch (12 Uhr). Die Erstnotiz im Prime Standard ist für Donnerstag geplant. Bis dahin will das Unternehmen über den neuen Konsortialführer Berenberg 8,6 Mio. Aktien (DE000A0TGJ55) verkaufen, die aus einer Kapitalerhöhung kommen.

Als wir in der PLATOW Börse vom 26.12.16 Lotto 24 zum Kauf empfahlen, bestand die Gefahr, dass die Aktie charttechnisch in eine Fahnenstange läuft. Da wir auch mit Gewinnmitnahmen rechneten, rieten wir zum Einstieg unterhalb des damaligen Kursniveaus. Dies ist leider nicht aufgegangen, das Papier (11,79 Euro; DE000LTT0243) kletterte immer weiter.

Nach einer Grundsatzvereinbarung im März wurden jetzt weitreichende Verträge zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Cockpit geschlossen. Die noch nötige Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder dürfte reine Formsache sein. Darin enthalten sind Vergütungsverträge bis 2022, die die Personalkosten im Cockpit um 15% senken.

Die neue Strategie von K+S hat die Börse zunächst nicht überzeugt. Die hohen langfristigen Ergebnisverbesserungen werden aus Sicht der Börsianer überlagert von kurzfristigen Sorgen über den Barmittelzufluss und das Ende der Hoffnungen auf eine Ausgliederung des Salzgeschäfts.

Eine Legende ist zurück an der Börse. Zur Wochenmitte feierte der italienische Reifenkonzern Pirelli nach knapp zwei Jahren Abstinenz seine Rückkehr aufs Mailänder Börsenparkett. Von Feiern kann allerdings nur bedingt die Rede sein. Der Emissionspreis lag mit 6,50 Euro nur am unteren Ende der ursprünglichen Zeichnungsspanne von 6,30 bis 8,30 Euro. Zudem fiel die Aktie am ersten Handelstag zeitweise um bis zu 3,4%, konnte sich zum Ende ihres ersten Börsentages aber immerhin wieder fast an den Ausgabepreis heranarbeiten.

Viele Konzerne schauen mit Grauen auf bevorstehende Regulierungsvorhaben. Bei der Zuckerbranche ist das Gegenteil der Fall. Mit Stichtag 1.10. endet die EU-Zuckermarktordnung und mit ihr Beschränkungen zu Quotenmengen, Mindestpreisen sowie Exporten. Die Zuckerproduzenten betreten damit Neuland, niemand weiß heute, wie sich die Liberalisierung des Marktes auf die Geschäfte auswirkt. Nur eins ist klar: Der globale Wettbewerb wird härter.

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Diese Redewendung scheint die Baumarktmutter Hornbach Holding zu beherzigen. Bei Erlösen von 2,3 Mrd. Euro (+5,7%) ist das EBIT im 1. Hj. (per 31.8.) überproportional um 15,2% auf 175,8 Mio. Euro angestiegen. Den Löwenanteil trug dabei der Teilkonzern Hornbach Baumarkt, der mit europaweit 156 Filialen seinen Umsatz um 5,4% auf knapp 2,23 Mrd. Euro steigerte.

Der größte nordamerikanische Zementhersteller Cemex verzeichnet auf seiner wichtigsten Baustelle gute Fortschritte. Anfang der Woche stufte die Ratingagentur S&P die Bonität des mexikanischen Unternehmens zum zweiten Mal im laufenden Jahr hoch. Damit kommt Cemex dem selbstgesteckten Ziel näher, 2018 wieder in der besten Bewertungskategorie (Investment Grade) zu landen.

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