Finanzen

Der Halbleiterhersteller Infineon nimmt mehr Geld in die Hand, um Wachstumschancen zu nutzen. Was bedeutet das für die Aktie?

Argentiniens Präsident Mauricio Macri und sein Kabinett haben den 202. Jahrestag der Unabhängigkeit des Landes kürzlich mit unüblicher Bescheidenheit weit außerhalb des unruhigen Buenos Aires und ohne den üblichen Aufwand einer großen Militärparade gefeiert. Auch das war ein Beitrag zum Sparprogramm, mit dem Macri die Misere bekämpfen will, die er von seinen populistischen Vorgängern übernommen hat. Die Probleme sind unverändert groß, die Auszehrung der heimischen Industrie in der Kirchner-Ära besteht im Kern in einem technisch überalterten und schmalen Kapitalbestand infolge der Finanzierungsbeschränkungen. Nach dem Default von 2001 war Argentinien von den internationalen Kapitalmärkten weitgehend abgeschnitten, der Import von Maschinen und Anlagen kaum mehr möglich. 

Bei der Jenaer Carl Zeiss Meditec läuft es weiter rund. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten (per 30.6.) um 7% auf 926 Mio. Euro.

Der Börsengang des Batteriesytemeherstellers Akasol am vergangenen Freitag (29.6.) – der 13. in diesem Jahr – war überaus erfolgreich. Inklusive Greenshoe wurden gut 2,4 Mio. Papiere zu einem Angebotspreis von 48,50 Euro platziert – und damit am unteren Ende der von 48,50 bis 64,50 Euro festgesetzten Preisspanne (vgl. PB v. 18.6.).

In der Vorwoche hatten wir an dieser Stelle drei Bierbrauer unter die Lupe genommen und auch auf die „Sonderkonjunktur“ durch die Fußball-WM hingewiesen (vgl. PB v. 25.6.). Zumindest für das bierliebende Deutschland ist dieses Thema durch. Fest steht aber, dass eine Nation am Ende des Turniers feiern wird. Die Brasilianer mit Zuckerrohrschnaps, die Franzosen mit Champagner oder die Spanier mit Rotwein.

Zu den wenigen prosperierenden Überlebenden des Neuen Marktes zählt Morphosys. Die Aktie (104,60 Euro; DE0006632003) hat jetzt erstmals seit April 2000 wieder die Marke von 100 Euro geknackt.

Viele Deutsche werden sich am Tag nach der diesjährigen Mai-Wanderung verwundert die Augen gerieben haben: Am 2.5. vermeldete das Statistische Bundesamt hierzulande einen Rückgang beim Bierabsatz im Q1 um 1,6%. Im Q2 dürfte sich das ändern. Immerhin gab es im Mai bereits viele warme Tage. Außerdem läuft derzeit die Fußball WM – und mit ihr vielerorts auch der Gerstensaft. Auf das Spektakel in Russland setzen nicht nur die Bierbrauer in Deutschland, sondern weltweit. Besonders im WM-Gastgeberland ist die Nachfrage groß. Etlichen Bars ist bereits das Bier ausgegangen.

Für Aktionäre der ersten Stunde ist der Börsengang von Siemens Healthineers bislang eine einzige Erfolgsgeschichte.

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