Finanzen

Bei uns Europäern ist der Name Yamaha oft mit dessen Motorrädern verbunden. Und mehr als 60% der Umsätze entfallen auch auf diese Sparte. Der japanische Konzern kann aber mehr: Schneemobile, E-Bikes, Industrieroboter, Boote und zugehörige Motoren, Schwimmbäder und Wasseraufbereitungsanlagen gehören zum Angebot. Und der so genannte Marinebereich erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit 55,4 Mio. Yen mehr als die Hälfte der operativen Gewinne. Gleichzeitig ist dieser Bereich mit einer Marge von knapp 20% sehr profitabel. Er partizipiert aktuell zudem dank guter Wirtschaftslage vom Trend nach größeren Bootsmotoren in den wichtigen Regionen Nordamerika und Europa.

Ein neues Rekordhoch erreichte Carl Zeiss Meditec (52,31 Euro; DE0005313704) in dieser Woche. Hauptgrund für den positiven Kursverlauf sind starke Umsatz- und Gewinnzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 (per 30.9.).

Für Fresenius-Aktionäre war das Jahr 2017 geprägt von Höhen und Tiefen: Nachdem das Papier (64,41 Euro; DE0005785604) Ende Juni sein Allzeithoch bei 80,07 Euro erreichte, ging es anschließend abwärts. Rund ein Viertel ihres Wertes verlor die Aktie binnen fünf Monaten. Nur mit Gewinnmitnahmen ist dieser Kursverfall nicht zu erklären. Probleme im US-Geschäft und Sorgen um die Aussichten bei der Tochter Kabi kamen hinzu. Während es jenseits des Atlantiks auch dank der dort anstehenden Steuerreform wieder aufwärts gehen sollte, bleibt Kabi unter Druck. Denn neben wachsender Konkurrenz wurden auf Grund zahlreicher Zusammenschlüsse in den vergangenen Jahren auch die Abnehmer der Produkte weniger.

Bereits im Juli äußerten wir die Vermutung, dass der Minenbetreiber Anglo American 2017 seine Dividendenzahlungen wieder aufnehmen könnte. Kurz danach bewahrheitete sich dies auch. Da die Umstrukturierung wesentlich schneller Ergebnisse zeigt als angenommen, wurde bereits für das 1. Hj. 2017 eine Dividende von 0,40 Euro ausbezahlt. Dies mag zwar mager klingen, bedeutet jedoch aufs Gesamtjahr hochgerechnet eine Dividendenrendite von ordentlichen 2,6%.

Im Jahr 2016 verhob sich der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell fast an der 50 Mrd. US-Dollar schweren Übernahme des Konkurrenten BG Group. Der Ölpreis hatte sich gerade erst von seinem historischen Tief bei rund 30 Dollar je Barrel etwas erholt, konnte sich aber nicht nachhaltig über der für die Produktion bei Shell wichtige Marke von 50 Dollar halten. Der Konzern musste daher seit 2015 einen Teil seiner lukrativen Dividende in Aktien ausbezahlen, um das Geld für notwendige Investitionen in neue Förderstellen mit besserer und günstigerer Technologie zu behalten.

Der Albtraum eines jeden Kameraherstellers ist für den japanischen Konzern Nikon nun Realität geworden. Das Unternehmen musste Anfang November quasi von heute auf morgen ein Werk in der chinesischen Provinz Jiangsu schließen. Grund dafür ist nach eigenen Angaben der stark fallende Absatz von Kompaktkameras. Der ausschlaggebende Faktor für die Rückgänge: die Smartphones.

Die große Frage, die den Automobilsektor derzeit bewegt, ist die nach dem Antrieb der Zukunft. Der Lithium-Ionen-Akku gilt als Übergangstechnologie. Und dann? Kommt die Feststoffbatterie? Oder doch noch die Brennstoffzelle? Zumindest eines scheint festzustehen: Der Verbrennungsmotor befindet sich noch nicht auf dem absteigenden Ast. Volkswagen und Daimler wollen bis zum Jahr 2025 etwa ein Viertel ihrer Flotte mit reinem Batterie-Antrieb anbieten. BMW setzt sich das gleiche Ziel, rechnet allerdings auch Hybride mit ein, die nach wie vor auch die alte Antriebstechnik nutzen. Zum Museumsstück wird der Verbrennungsmotor also (noch) nicht.

Die optischen Technologien von Jenoptik fanden auch im Q3 eine breite Nachfrage. V. a. Produkte und Systeme des  Segment „Optics & Life Science“ sind Halbleiterausrüstern und Kunden im Bereich Healthcare sehr beliebt.

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