Finanzen

Bis auf 35,75 Euro stürmte die Talanx-Aktie Mitte August, ehe ein schwacher Gesamtmarkt und die Zahlen der 50%-Tochter Hannover Rück für Gewinnmitnahmen sorgten. Bei der Vorlage der Hj.-Daten folgte nun die von uns schon bei den Q1-Werten (vgl. PB v. 16.6.) erwartete Prognoseerhöhung und der Sprung des Papiers (36,12 Euro; DE000TLX1005) auf ein Rekordhoch.

Es war eine bewegte Woche bei der SGL Group. Zuerst kündigte Vorstandschef Jürgen Köhler in einem Interview an, dass der SDAX-Konzern sein Gemeinschaftsunternehmen mit BMW komplett übernehmen könnte. Dann erfolgte der Verkauf des letzten Teils der Performance Products-Sparte (PP) an Triton. Zuletzt kamen gute Q2-Zahlen. Die Aktie (10,72 Euro; DE0007235301) verliert aber im Wochenverlauf gut 2,5%.

Mit einem organischen Umsatzplus von 5,2% wuchs Symrise im 1. Hj. innerhalb seiner Branche am schnellsten.

Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing hob vor einigen Tagen seinen Jahresausblick an. Die Börse feierte dies mit einem Tagesplus von 8,5%. Im Konzern greifen mehr und mehr die vor Monaten eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung. Die Einsparungen sind nötig, da im Q2 wie im Q1 weniger Passagierflugzeuge ausgeliefert wurden. Mit aktuell 183 Maschinen beträgt der Q2-Rückgang immerhin 8%. Das Ausmaß der Einsparungen im Bereich der Produktions-, Service-, F&E- und Verwaltungskosten ist jedoch deutlich.

Hohe Rohstoffpreise machen Continental zu schaffen. Schon im Q1 führten sie zu einer Margeneintrübung der vom Reifengeschäft dominierten Sparte Rubber Group (vgl. PB v. 10.5.).

In einem teilweise sehr preissensitiven Marktumfeld hat Siemens seinen Gewinn je Aktie im Q3 um 6% auf 1,74 Euro gesteigert.

Mit den zum Kartell-Skandal hochstilisierten Absprachen der deutschen Automobilindustrie hat nicht nur das Sommerloch 2017 sein Thema bekommen, es drohen nun auch erste Konsequenzen. In den USA wurde eine Sammelklage erhoben und das US-Justizministerium hat eine Untersuchung wegen Kartellverdachts eingeleitet. Dass so etwas teuer werden kann, dürften v. a. die Verantwortlichen bei VW wissen.

Auch im zweiten Quartal gelang BASF die erwartete Umsatz- und Gewinnausweitung. Der Erlöszuwachs von 12% auf 16,26 Mrd. Euro wird dabei von Volumen- (+3%) und Preissteigerungen (+7%) getragen.

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