Wirtschaft

Die Novellierung des Bausparkassengesetzes (seit 29.12.2015 gültig) hat schon im ersten Jahr nach Inkrafttreten vielen Gesellschaften offenbar die Bilanz gerettet. Nach Angaben der BaFin haben bereits 14 Bausparkassen von der erweiterten Entnahmemöglichkeit am so genannten „Fonds zur bauspartechnischen Absicherung“ (FbtA) Gebrauch gemacht. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Nach einem Jahr mit relativ hohen Beitragsanpassungen werden im kommenden Jahr für viele Versicherte in der privaten Krankenversicherung (PKV) die Beiträge wieder etwas sinken. Zumindest bei der Debeka, Deutschlands größtem privaten Krankenversicherer, soll es so kommen.

Fairer Lohn für faire Arbeit lautet das Credo aller Gewerkschaften. Die Sorge um das systematische Lohndumping der Arbeitgeber spornt die Arbeitnehmervertreter seit jeher zur Höchstleistung in den Tarifverhandlungen an. Kommenden Dienstag (15.8.) ist es nun wieder soweit. Im Bauhauptgewerbe treten die DGB-Gewerkschaft IG Bau und die Arbeitgeber unter Federführung von Andreas Schmieg vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB)in Wiesbaden an den Verhandlungstisch, um über den Mindestlohn am Bau zu streiten.

2016 war ein großes Jahr für E.ON und RWE. Mit der Aufspaltung des konventionellen und erneuerbaren Geschäfts sind die deutschen Versorger einen klaren Schritt gen Energiewende gegangen. Während E.ON die schmutzigen „Altlasten" Gas und Öl auf Uniper abwälzte, wurden dem RWE-Ableger Innogy die sauberen Ressourcen anvertraut. Als RWE-Vormann fackelte Peter Terium nicht lange, machte den grünen Energiesektor zur Chefsache und wechselte den CEO-Posten von RWE zu Innogy.

Aktienkurs sowie operativer Gewinn auf Rekordhoch und die Jahresziele fest im Blick. Für Post-Chef Frank Appel könnte es derzeit kaum besser laufen. Bei der Präsentation des Zahlenwerks für das zweite Vierteljahr, dem mittlerweile siebten Quartals-Bestwert in Folge, zeigte sich Appel mit dem bisherigen Jahresverlauf denn auch „sehr zufrieden“. Beschert der Siegeszug des Online-Handels dem Bonner Logistik-Konzern doch stetig wachsende Umsätze und Ergebnisse. Entsprechend stieg der Konzernerlös im zweiten Quartal um 4,4% auf 14,8 Mrd. Euro, das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich sogar um 11,8% auf 841 Mio. Euro und der Konzerngewinn wuchs um 11,3% auf 602 Mio. Euro.

Um einen Skandal über den eigenen Konzern an der großen Glocke hängen zu sehen, gibt es keinen guten Zeitpunkt. Sehr wohl aber gibt es einen schlechten. Das werden die Oberhäupter der deutschen Automobilindustrie bald spüren. Schließlich müssen sie sich, inmitten hitziger Debatten um das Sein oder nicht (mehr) Sein des Dieselmotors und aufflammender Kartellvorwürfe, auf der IAA (14. bis 24.9.) von ihrer besten Seiten zeigen müssen. Keine leichte Aufgabe.

Am 15.8. veröffentlicht das Statistische Bundesamt seine erste Schätzung für das deutsche Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal. Doch schon jetzt deuten fast alle Frühindikatoren darauf hin, dass die deutsche Konjunktur das hohe Tempo aus dem Auftaktquartal auch im zweiten Vierteljahr halten konnte. Demnach dürfte das BIP im zweiten Quartal erneut um 0,6% im Vergleich zum Vorquartal gewachsen sein. Dafür spricht auch der unerwartet starke Anstieg des Auftragseingangs in der Industrie, der im Juni um 1% gegenüber dem Vormonat zulegen konnte.

Bis Ende Juli hatten Interessenten Zeit, unverbindliche Angebote für die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia abzugeben. Zehn davon sollen bei Alitalia eingegangen sein. Nur Low-Coster Ryanair räumte Übernahmepläne ein. Nun machen die Italiener Nägel mit Köpfen.

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