Wirtschaft

Commerzbank-Chef Martin Zielke will nun doch in einem Abwasch die kompletten Kosten für den laufenden Konzernumbau ins zweite Quartal packen. Dafür nimmt Zielke kurzfristig sogar rote Zahlen in Kauf. Im Gesamtjahr 2017 soll jedoch unterm Stich ein Gewinn stehen. Der Stellenabbau bei der Commerzbank läuft offensichtlich schneller und kostengünstiger als erwartet.

Der Arbeitskampf für mehr Gehalt und gerechte Arbeitsbedingungen ist ein mühsamer. Nicht selten wandelt sich das zähe Ringen um den Abschluss eines neuen Tarifvertrags zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebervertretern in eine Art Tarif-Mikado, bei dem die goldene Spielregel gilt: Wer zuerst zuckt, verliert.

Der Trend zu mehr Immobilieninvestments der deutschen Versicherungsindustrie hält unvermindert an. Die geplanten Käufe werden bis Jahresende voraussichtlich eine Rekordquote von 10,7% an der Kapitalanlage der Assekuranz erreichen. Dies zeigt eine Erhebung von EY Real Estate. Der Immobilienableger der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (ehemals Ernst & Young) befragte dazu 35 führende Unternehmen der Versicherungswirtschaft.

Es war der richtige Entschluss von Richard Oetker, die Reederei Hamburg Süd zu verkaufen und sich damit von 50% des Gesamtumsatzes zu trennen. Denn wie Albert Christmann, Oetkers Nachfolger an der Spitze des Mischkonzerns Dr. Oetker, auf der Jahres-PK einräumte, ist die kriselnde Reederei schuld an der mittelmäßigen Bilanz.

Für Air Berlin scheint es kein erlösendes Ende geben zu wollen. Zuletzt platzte das Joint Venture zwischen Etihad mit der TUI Group. Dabei sollte die Air Berlin-Tochter Niki ausgegliedert und gemeinsam mit TUIfly einen neuen Anbieter für Ferienflieger schaffen. Das Aus der Verhandlungen sorgt in Berlin zu Recht für Unruhe, denn nun könnten gleich zwei Rettungsleinen, die Air Berlin ausgeworfen hat, reißen. Jüngst war es die Bitte um eine staatliche Kreditbürgschaft. Noch prüft das Wirtschaftsministerium den Antrag. Das könne Monate dauern, heißt es aus Berlin.

Beim Düsseldorfer Versicherungskonzern Arag ist die Neuausrichtung voll im Gange. Und nichts deutet darauf hin, dass der 71-jährige Paul-Otto Faßbender, der dem Familienunternehmen als Mehrheitsaktionär (77%) seit über 17 Jahren als CEO vorsteht, einen Generationswechsel an der Konzernspitze in naher Zukunft einleiten könnte. Sein derzeitiges CEO-Mandat läuft noch bis Juli 2020. Auf der Bilanz-PK fand Faßbender dafür deutliche Worte. Klares Ziel sei es, den Konzern in seiner Neuausrichtung zum Erfolg zu führen. „Das ist kein Selbstläufer, sondern ein herausfordernder und spannender Prozess“, sagte der Manager, der den Umbau auf jeden Fall bis zum Abschluss begleiten möchte.

Kritische Wortmeldungen auf den Hauptversammlungen von DAX-Konzernen gehören schon seit vielen Jahren zum Markenzeichen der Union Investment. Zuletzt knüpfte sich die genossenschaftliche Fondsgesellschaft vor allem die Abgas-Sünder von VW und die Deutsche Bank vor.

Es ist einsam geworden um Theresa May. Selbst auf die Loyalität ihres eigenen Kabinetts kann sich die britische Premierministerin nicht mehr verlassen. Angeblich sollen bereits führende Regierungsmitglieder hinter dem Rücken der Premierministerin Geheimverhandlungen mit Abgeordneten der Labour-Opposition über einen „weichen“ Brexit aufgenommen haben. Mit May wird ein solcher Kurswechsel beim EU-Austritt allerdings nicht möglich sein.

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