Wirtschaft

Ulrich Höller kennt die Frankfurter Immobilien-Szene aus dem Effeff. Zunächst führte er mit der DIC Asset AG (s. PLATOW Depot) einen aufstrebenden Manager von Gewerbeimmobilien. Seit Höller an der Spitze der bisher noch ungelisteten GEG German Estate Group steht, hat er das Unternehmen, das der börsennotierten TTL (75%) und der Beteiligungsgesellschaft KKR (25%) gehört, zu einem der größten Hochhaus-Investoren Frankfurts gemacht, während sich DIC Asset, der Höller über den AR weiter verbunden ist und bei der TTL ebenfalls das Sagen hat, mit Sonja Wärntges auf die Verwaltung weniger riskanter Bestandsimmobilien konzentriert.

Über die Chancen, die sich Anlegern 2019 durch die Tourismus-Branche bieten, hatten wir in PB v. 11.1. bereits berichtet. Zu den größten und aus deutscher Sicht wichtigsten Playern gehört Tui. Mit ihren Hotels, Kreuzfahrtschiffen und Flugzeugen sind die Hannoveraner weltweit vertreten. Dank dieser breiten Aufstellung gelang es ihnen trotz eines herausfordernden Marktumfelds, 2018 das EBITA zum vierten Mal in Folge zweistellig zu steigern (+10,9% auf 20,4 Mrd. Euro). Eine Zuwachsrate von mindestens 10% p. a. hat Konzernchef Friedrich Joussen bis zum Gj. 2020 als Ziel ausgebenen. Zumindest 2019 dürfte noch etwas mehr drin sein. Wir halten eine Steigerung des EBITA um 14% für möglich, was eine Verbesserung der Marge von 5,9 auf 6,4% bedeuten würde.

Mit einem Spionagefall in Taiwan ist der Chemieriese BASF ins neue Jahr gestartet. Der Verdacht: Ein aktueller und fünf ehemalige Mitarbeiter am Standort Kuanyin sollen sensible Informationen zu Produktion und Technologie an den chinesischen Konkurrenten Jianghua Micro verkauft haben. Dieser wehrt den Klau von BASF-Geheimnissen, die Spekulationen zufolge einen Marktwert von rd. 100 Mio. Euro haben könnten, vehement ab. Und auch die Ludwigshafener halten sich nach außen sehr bedeckt, versichern nur, mit den Behörden vor Ort zu kooperieren.

Der deutsche Pkw-Markt konnte 2018 mit 3,4 Mio. neu zugelassenen Autos am guten Vj.-Niveau anknüpfen. Davon war immerhin jedes dritte ein Euro-6-Diesel. Lt. aktuellen Zahlen des Autoverbands VDA vom Freitag ging unterm Strich der Diesel-Anteil um knapp 17% zum Vj. zurück. Der Anteil an E-Autos erhöhte sich um 24% auf immer noch geringe 67 500. Unterdessen kann der VDA die Kritik am Schreiben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) an rd. 1,5 Mio. Diesel-Besitzer nicht nachvollziehen.

Das PLATOW-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern der PLATOW-Publikationen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr 2019.

Die nächste Ausgabe des PLATOW Briefs und der PLATOW Börse erscheint am 4. Januar 2019. PLATOW Derivate erscheint wieder am 9. Januar 2019 . PLATOW Emerging Markets meldet sich am 10. Januar 2019 zurück.

Das PLATOW-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern der PLATOW-Publikationen ein erfolgreiches neues Jahr 2019.

Die nächste Ausgabe des PLATOW Briefs und der PLATOW Börse erscheint am 4. Januar 2019. PLATOW Derivate erscheint wieder am 9. Januar 2019 . PLATOW Emerging Markets meldet sich am 10. Januar 2019 zurück.

Die Versicherungswirtschaft schärft immer stärker ihr Profil hin zu Firmenkunden. Ein gutes Beispiel ist Generali. Der italienische Konzern hat gerade erst seine neue Wachstumsstrategie für Deutschland, wo die Gesellschaft im Erstversicherungsmarkt Nummer 2 hinter der Allianz ist, vorgestellt. Nach dem Verkauf der klassischen Leben-Sparte mit 4,2 Mio. Verträgen an den Abwickler Viridium will Generali nach jahrelangem Rückzug und strategischen Umbaumaßnahmen im Konzern der Konkurrenz wieder die Zähne zeigen. Auf dem so wichtigen deutschen Markt plant CEO Giovanni Liverani für nächstes Jahr den Aufbau der Generali Health Service, einem Gesundheitsdienstleister für Unternehmen aller Branchen. Schon heute betreibt der Versicherer hierzulande bereits das Vitality-Programm im Bereich der Absicherung biometrischer Risiken, bei dem Leben-Kunden belohnt werden für gesunde Lebensführung. Jetzt will der Konzern mit Hilfe des Deutschlandgeschäfts wieder wachsen. Der Gewinn soll künftig um 6 bis 8% pro Jahr steigen, nicht mehr nur um 4%.

Wenn der Bundesgerichtshof (BGH) heute sein mit Spannung erwartetes Urteil fällt, dann könnte dies weitreichende Folgen nicht nur für die Axa haben. Der Kölner Versicherer war nach etlichen Niederlagen in den Vorinstanzen vor den BGH gezogen, weil viele Privatversicherte gegen Beitragsanpassungen geklagt und Recht bekommen hatten. 

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