TOP-THEMA

  • Henkel feilt am grünen Image
    (17.01.2019)

    Fremdfinanzierung für die Umwelt: Als erstes deutsches Unternehmen hat Henkel eine Kreditlinie abgeschlossen, die sich an ESG-Kriterien orientiert („Green Loan“). Sie hat ein Volumen von 1,5 Mrd. Euro, läuft bis zu sieben Jahre und löst zwei bestehende Kreditlinien ab. Das Besondere dabei: Durch vorbildliches Verhalten in den Bereichen Umwelt, Soziales, Gesellschaft und nachhaltige Unternehmensführung kann der Persil-Hersteller die Zinslast verringern. Werden die Kriterien nicht erfüllt, vergrößert sie sich.

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Henkel geht mit Simmons und Latham neue Wege am Kapitalmarkt

(07.01.2019)

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat als erstes Unternehmen in Deutschland eine Vereinbarung über einen so genannten Green Loan abgeschlossen. Für die rechtlichen Fragen dieser finanziellen Neuaufstellung vertraute Henkel auf die Kanzlei Simmons & Simmons und ein Team um die deutschen Partner Werner Meier (Finanzierung/Restrukturierung) und Heiko Stoll (Steuerrecht, beide Frankfurt).

Das beteiligte Bankenkonsortium unter Führung von UniCredit Bank und Banco Santander mandatierte ein Team von Latham & Watkins unter Leitung der Frankfurter Partnerin Alexandra Hagelüken (Bank- und Finanzrecht).

Die neue Kreditlinie über 1,5 Mrd. Euro und einer Laufzeit von bis zu sieben Jahren löst zwei bestehende Kreditlinien ab und ist in ihrer Verzinsung an fest definierte Nachhaltigkeitskriterien gebunden: Durch die Bindung des Zinses an die Environment Social Governance-Performance (ESG) kann Henkel durch vorbildliches Verhalten in den Bereichen Umwelt, Soziales, Gesellschaft und nachhaltige Unternehmensführung seine Zinslast verringern. Im Umkehrschluss steigt der Zins, falls Henkel die gesteckten Ziele nicht erreicht. Hier liegt auch der wesentliche Unterschied zu den bereits am Markt genutzten Green Bonds, bei denen die Kreditmittel ausschließlich in nachhaltige Projekte investiert werden dürfen.