Daimler – Der Stern als Ladenhüter

Der Mercedes-Stern verliert an Glanz. Der Mercedes-Stern verliert an Glanz.
(11.10.2018)

Am sprichwörtlichen Ast, auf dem Daimler sitzt, sägt der Autobauer fleißig weiter. Der Diesel-Skandal ist längst nicht überwunden. Und die Bevölkerung reagiert spätestens nach dem RWE-Desaster im Hambacher Forst  sehr sensibel auf Klimaschutz-Aspekte. Ein halbgarer Kompromiss beim Berliner Abgas-Gipfel in der vergangenen Woche, der Zusagen der Industrie für Hardware-Nachrüstungen vermissen lässt, hilft da wenig.

Der größer werdende Unmut über die Art und Weise, wie die Hersteller mit dem Thema umgehen, macht sich inzwischen bei den Schwaben in Zahlen bemerkbar: Im September fielen die weltweiten Verkäufe der Marke Mercedes-Benz um 8,2%. Es war der vierte Minus-Monat in Folge. Im Heimatmarkt Deutschland war der Einbruch mit 16,7% sogar mehr als doppelt so hoch.

Auch an der Börse meiden Anleger das DAX-Papier (54,33 Euro; DE0007100000). Sie haben das Vertrauen verloren, die Aktie dümpelt seit Wochen auf dem aktuell niedrigen Niveau herum. Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Der für Mai 2019 anberaumte Wechsel auf dem Chefsessel von Dieter Zetsche zu Ola Källenius ist zwar ein richtiger Schritt. Dass der bisherige CEO aber ab 2021 Chef des Aufsichtsrats werden soll, trübt den Glauben an eine wirkliche Neuaufstellung des Konzerns. Spannend bleibt allerdings, wer neuer Finanzchef wird, nachdem Bodo Uebber ankündigte, seinen Ende 2019 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen.

Unsere aktuelle Einschätzung zur Daimler-Aktie lesen Sie in der PLATOPW Börse.