Merck sieht Herausforderungen

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(10.09.2018)

Nicht der starke Euro, sondern vor allem der Verfall des argentinischen Peso belastet die Q2-Zahlen bei Merck. Denn hier fehlte es an der entsprechenden Absicherung. Beim Pharma- und Spezialchemieriesen sank daher das EBITDA um rd. 14% auf 920 Mio. Euro bei einem mageren Umsatzplus von 0,5% auf ca. 3,7 Mrd. Euro. Damit unterschritten die Darmstädter die ohnehin zurückhaltenden Analystenschätzungen. Denn Merck befindet sich bekanntlich in einem Übergangsjahr, das CEO Stefan Oschmann jetzt als Jahr „mit vielen Herausforderungen“ bezeichnet.

Der Markt strafte die Aktie (88,02 Euro; DE0006599905) nur kurz ab. Denn die Marktteilnehmer setzen auf Verbesserungen im 2. Hj. und in 2019, wenn die Umstrukturierung (vgl. PB v. 4.7.) beendet ist. Erfreulich: Der im April angekündigte Verkauf der Sparte für rezeptfreie Arzneien an Procter & Gamble (Wert: rd. 3,4 Mrd. Euro) durchlief problemlos die Prüfung der Kartellbehörden. Fundamental kann das Papier mit einem 2019er-KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 1,4% überzeugen. Zudem ist der defensive Wert in nervösen Börsenzeiten gefragt. 

Eine konkrete Einschätzung zu Merck finden Sie in der jüngsten PLATOW Börse.