Heidel Cement will mit Dreijahresplan bei Aktionären punkten

HeidelCement ist auch auf dem Frankfurter Flughafen aktiv HeidelCement ist auch auf dem Frankfurter Flughafen aktiv
© HeidelCement
(14.06.2018)

Mit neuen Finanzzielen will sich das weltweit zweitgrößte Baustoffunternehmen, Heidelberg Cement, neu ausrichten. Gleich ein ganzes Paket an Maßnahmen kündigte Finanzvorstand Lorenz Näger anlässlich des Kapitalmarkttages in Bergamo, dem Sitz des übernommenen und mittlerweile integrierten italienischen Baumittelherstellers Italcementi, an. Ausgerechnet von dort aus gelobt das Konzernmanagement nun Besserung für den weiteren Geschäftsverlauf, der bislang aus Sicht des Aktienkurses bei Anlegern seit Anfang 2017 keine Freudensprünge mehr bereitete. Lt. Vorstandschef Bernd Scheifele soll Italcementi das Unternehmenswachstum jüngst vorangetrieben haben. Mit der neuen Positionierung will das Heidelberger Unternehmen nun vom aktuellen Konjunkturzyklus profitieren. Zwar sind in den kommenden Jahren keine weiteren großen Übernahmen vorgesehen, Zukäufe sollen aber künftig weitgehend aus Verkaufserlösen gestemmt werden.

Die gute Wirtschafts- und Auftragslage will Finanzchef Näger auch zum Schuldenabbau nutzen. Wie der Manager auf dem Investorentag ankündigte, sei das Ziel, bis 2020 die Nettoverschuldung auf unter sieben (derzeit: 8,7) Mrd. Euro zu drücken. Dies würde den Heidelbergern den Weg zu einem noch besseren Rating wie etwa der Kreditwürdigkeit von BBB/Baa2 (S&P/Moody´s) ebnen. Zudem plant das Management die Finanzierungskosten zu senken (z. B. durch Refinanzierung von Anleihen mit hohen Zinsen) und den operativen Gewinn um 5% jährlich bis 2020 kontinuierlich anzuheben. Aus Aktionärssicht dürfte aber die Ankündigung spannend sein, den Kapitalzufluss im Dreijahreszeitraum bis 2020 auf rd. 6 Mrd. Euro zu steigern. Erreicht werden soll das u. a. durch eine Zurückhaltung bei Investitionen und Verkäufen von Randgeschäften. In den vergangenen drei Jahren kam der DAX-Konzern auf einen kumulierten Wert von knapp 3,6 Mrd. Euro. Durch diese Maßnahmen stellt das Management den Aktionären steigende Dividenden in Aussicht.