Vale wird wieder Dividendenkönig

Eliezer Batista Complex Brasilien Eliezer Batista Complex Brasilien
© Vale.com
(07.06.2018)

Seit Anfang 2016 kennt die Vale-Aktie (12,01 Euro; A0RN7M; US91912E1055) nur eine Richtung. Unsere erste Kaufempfehlung vom 1.9.16 liegt rd. 180% im Plus, die letzte vom 8.3. immerhin schon 13%.

Die Konkurrenten Rio Tinto und BHP Billiton hat der größte Eisenerz- und Nickelproduzent der Welt weit hinter sich gelassen. Langsam stellt sich die Frage, ob hier noch viel Luft nach oben ist. In China kühlt sich die Stahlnachfrage ab, die Lager werden geräumt und Bauprojekte zurückgefahren. Der zuletzt stetig gestiegene Eisenerzpreis dürfte von im Schnitt 61 US-Dollar in diesem auf 51 Dollar je Tonne im kommenden Jahr sinken. Auch die Nickelpreise schwächeln, obwohl das Metall in Lithium-Ionen-Akkus für E-Autos benötigt wird. Im Q1 sank der Gewinn trotz Rückenwind vom stärkeren Real um 36%.

Vale-CEO Fabio Schvartsman lenkt in dieser Situation geschickt den Blick der Anleger auf die Wettbewerbsvorteile von Vale: Dazu gehört eine extrem flexible Produktion, sowohl was Menge als auch Güte angeht. Zudem ist die Verschuldung stärker gesunken als bei allen großen Konkurrenten: Das Ziel einer Nettoverschuldung von 10 Mrd. Dollar ist bereits im Q3 statt wie geplant erst am Jahresende drin. Da in Erinnerung an die teuren Abenteuer der Vergangenheit auch keine großen M&A-Deals oder Greenfield-Projekte geplant sind, steht dann eine Menge Cash Flow zur Verfügung, der an die Aktionäre ausgekehrt werden soll. Schvartsman verspricht 30% vom bereinigten EBIT, was allein für das Q1 rd. 1 Mrd. Dollar bedeutet. Damit ist Vale auf bestem Wege, wieder zu einem der spendabelsten Minenkonzerne der Welt zu werden, der er einst gewesen ist. Das Papier ist interessant, wenn auch teuer. 

Eine konkrete Einschätzung finden Sie in der aktuellen PEM-Ausgabe.