Umicore – Recycling-Konzern mischt die Elektro-Branche auf

Mit Akkus für Elektroautos will Umicore wachsen. Mit Akkus für Elektroautos will Umicore wachsen.
© Kurt F. Domnik, www.pixelio.de
(01.04.2018)

Die Zahl der Elektrofahrzeuge wird bis 2020 massiv zunehmen. Damit dies gelingt, sind nicht nur die Autokonzerne gefordert, sondern v. a. auch deren Zulieferer. Zu den spannendsten unter ihnen zählt Umicore. Die Belgier erwirtschaften einen Großteil ihres Umsatzes, der 2017 um 9% auf 2,9 Mrd. Euro gestiegen ist, mit Wachstumsfeldern. Dazu zählen Technologien wie das Recycling, Autoabgaskatalysatoren, Photovoltaik und Materialien für wieder aufladbare Batterien.

Letzteren wird in den kommenden Jahren eine tragende Rolle zukommen, sind sich Branchenkenner sicher. Bereits 2017 verzeichnete dieses Segment den höchsten Gewinnanstieg mit 72%. Zu Jahresbeginn investierte der Konzern über 600 Mio. Euro aus einer erfolgreichen Kapitalerhöhung, die rd. 900 Mio. Euro einspielte, um bei der E-Mobilität seine Spitzenposition zu stärken, wie CEO Marc Grynberg betont. Und der CEO denkt bereits weiter. Da die Akkus irgendwann ihren Geist aufgeben, hat Umicore erste Pilotprojekte zum Recycling der Batterien auf den Weg gebracht und will so für künftige Ertragsquellen sorgen.

Aber auch die nahe Zukunft wird von Wachstum geprägt sein. Nachdem das EBIT 2017 auf 410 Mio. Euro (+14%) stieg, rechnet Grynberg dank starker Nachfrage nach Kathodenmaterialien und dem schnellen Anlaufen neuer Produktlinien in Asien bereits im laufenden Jahr damit, sich dem 2020er-Ziel von 500 Mio. Euro zu nähern. Einen Anstieg auf über 470 Mio. Euro halten wir durchaus für möglich, während beim Umsatz mehr als 3,3 Mrd. Euro drin sind. Diese Aussichten machen auch die Aktie (42,98 Euro; BE0974320526) zusätzlich zu den Chancen bei der Zukunftstechnologie Elektromobilität interessant. Zwar erreichte das Papier zu Monatsbeginn nach einer einjährigen Rally von fast 133% sein Allzeithoch bei 48,49 Euro. Gewinnmitnahmen führten aber seither zu einer Korrektur von gut 10%. Der Aufwärtstrend bleibt intakt und das optisch hohe KGV von 31 wird durch den für 2018 erwarteten Anstieg des Nettogewinns um etwa 25% gerechtfertigt.

Ein Empfehlung zur Aktie von Umicore finden Sie in der PLATOW Börse.