Morphosys sät noch

Forschung aus eigener Hand Forschung aus eigener Hand
@MorphoSys AG
(14.03.2018)

Das Biotechnologie-Unternehmen Morphosys macht derzeit eine spannende Wandlung durch: Statt Dienstleister in der Forschung wollen die Planegger künftig ihre eigen entwickelten Produkte bis zur Marktreife betreuen. Das kostet Geld, wird wegen der guten "Pipeline" an möglichen Medikamenten an der Börse aber bereits honoriert.

Morphosys befindet sich dabei gerade mitten im Umbau: Konzernchef Simon Moroney will weg vom Forschungsdienstleister, der am Ende nur kleine Tantiemen erhält, und hin zum „vollintegrierten kommerziellen biopharmazeutischen Unternehmen." Das kostet Umsatz, denn Partnerschaften etwa mit Novartis (2017: Umsatz von 37 Mio. Euro) wurden im November 2017 beendet und der Ausbau eigener Forschungs- und Vertriebsaktivitäten ist teuer. Entsprechend stand 2017 bei Erlösen von 66,8 Mio. Euro ein hoher EBIT-Verlust von 67,6 Mio. Euro in den Büchern der Planegger.

Für 2018 rechnet das TecDAX-Unternehmen nur noch mit 20 Mio. bis 25 Mio. Euro Umsatz und – wegen steigender F&E-Ausgaben – einem noch höheren EBIT-Verlust von 110 Mio. bis 120 Mio. Euro. Bei den Erlösen rechnen wir aber damit, dass nicht zuletzt wegen des Schuppenflechtemittels Tremfya eher 30 Mio. Euro herauskommen dürften. Die Investition in den Aufbau einer Vertriebsorganisation für das Lymphzellenmittel MOR208, das spätestens 2020 auf den Markt kommen soll, werden sich für die Aktie (87,00 Euro; DE0006632003) mittelfristig auszahlen.

Unsere aktuelle Entschätzung zur Morphosys -Aktie lesen Sie in der PLATOW Börse vom 14.3.2018.