Munich Re ist wieder attraktiv

Munich Re Hauptgebäude (Abend) Munich Re Hauptgebäude (Abend)
© Munich Re, Foto Marcus Buck
(07.02.2018)

Großschäden in Höhe von 4,3 Mrd. Euro haben der Munich Re das Jahresergebnis 2017 verhagelt. Trotz eines guten Kapitalergebnisses schrumpfte der Nettogewinn auf 375 Mio. Euro und damit noch unter die von Analysten erwarteten 450 Mio. Euro. Erstmals seit 2011 will Konzernchef Joachim Wenning daher mit 8,60 Euro auch „nur" eine Dividende auf Vorjahreshöhe zahlen, erwartet wurden dagegen 8,80 Euro.


Die Aktie (181,40 Euro; DE0008430026) verliert daher zeitweise mehr als 5% und rauscht durch ihre 38- und 200-Tage-Linien. Zusätzlich enttäuscht Börsianer, dass der Preisanstieg bei der wichtigen Januar-Erneuerungsrunde mit +0,8% nur sehr verhalten ausfiel. CFO Jörg Schneider hofft schon seit einiger Zeit vergeblich auf eine Markterholung (s. a. PLATOW Brief). Immerhin deutete er an, dass der DAX-Konzern 2018 wieder mit einem „normalen" Gewinn von 2 bis 2,4 Mrd. Euro rechne.

Wir sehen angesichts steigender Zinsen, einer leichten Erholung bei den Versicherungspreisen und hoffentlich geringerer Großschäden gute Chancen dafür. Nach dem Kursrutsch ist die Aktie mit einer Dividendenrendite von 4,7% und einem 2018er-KGV von 11 attraktiv bewertet.

Unsere aktuelle Einschätzung zur Aktie der Munich Re lesen Sie in der PLATOW Börse vom 7.2.2017.