Maschinenbaugipfel 2017 – Politik und Technik geben den Ton an

Maschinenbaugipfel 2017 – Politik und Technik geben den Ton an
© VDMA
(10.10.2017)

Wo geht die Reise hin? Kaum eine andere Frage beschreibt die Zukunftsdiskussionen über die großen Themen Globalisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung besser. Auch wenn sie alle drei nicht mehr neu sind, verursacht ihr Lostreten doch ständig neue Wellen, die das Altbewährte auf den Kopf stellen und von Politik und Wirtschaft möglichst schnell passende Antworten fordern. In Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen keine einfache Aufgabe, v. a. für den Maschinenbau, der als Anbieter und Anwender von Technologie doppelt betroffen ist.

Wie sich die Branche den neuen Herausforderungen und ihren Begleitumständen stellen will, darüber diskutieren die Maschinenbauer nächste Woche (17./18.10.) wieder mit Politik und Forschung auf dem „Maschinenbaugipfel 2017" in Berlin. Dem Ruf des Branchenverbands VDMA und der Fachzeitung Produktion werden etwa 500 Spitzenvertreter des Industriezweigs folgen. Die Agenda ist proppenvoll. Top-Thema ist dieses Jahr der Wandel des Antriebs. Wo geht sein Weg in Zukunft hin? Muss der Verbrennungsmotor wirklich weichen oder bieten synthetische Kraftstoffe eine gute Lösung, um den Dieselmotor in Maschinen weiter nutzen zu können. U. a. ein Vertreter von Volkswagen wird hierzu auf dem Podium Platz nehmen. Ein anderes technisches Schwergewicht bildet dagegen das Mammutprojekt Industrie 4.0, verbunden mit der dringlichen Frage nach einer einheitlichen Schnittstelle, die die Vernetzung und Kommunikation zwischen verschiedenen Maschinen von unterschiedlichen Herstellern innerhalb einer smarten Fabrik überhaupt erst möglich macht.

Als starkt exportorientierte Wirtschaft, rd. 78% der deutschen Maschinen und Anlagen werden ins Ausland geliefert, wird in Berlin selbstverständlich auch die Politk im Fokus stehen. Neben dem besorgten Blick auf den Protektionismus in den wichtigen Absatzmärkten USA, Russland, China, Iran und Türkei, treibt die Branche hier v. a. auch die Zukunft der EU um. Sowohl die ungewissen Folgen des Brexit für das wichtige Insel-Geschäft als auch die aktuelle Politikkrise in Spanien werden hier heißdiskutierte Themen sein.