Nachfrage nach „Made in Germany“-Maschinen steigt

Deutsche Maschinen sind schwer gefragt Deutsche Maschinen sind schwer gefragt
©VDMA / KUKA
(28.03.2017)

Mit Schwung sind die deutschen Maschinenbauer ins laufende Jahr gestartet. Nach einem schwächeren 2016 zieht die Nachfrage nach Maschinen „Made in Germany“ vor allem aus der Eurozone wieder an. Im Januar stiegen die Bestellungen aus dem Währungsraum im Vergleich zum Vorjahr um 15%, insgesamt verzeichnete die Branche 9% mehr Aufträge. Auf Grund politischer Unsicherheiten rechnet sie aber nur mit einem leichten Umsatzanstieg auf 224 Mrd. Euro (+1,8%). Nachfrage nach „Made in Germany“-Maschinen steigt.

Deutlich stärker will MAX Automation wachsen. 10% pro Jahr dürfen es gerne sein, davon bis zu 8% organisch und der Rest durch Übernahmen. Die Düsseldorfer Holding mit Fokus auf Industrie-Automation und Umwelttechnik sieht sich als Gewinner der „America First“-Politik von Donald Trump. Konzernchef Daniel Fink will das Netzwerk ohnehin in den USA ausbauen.

In einem Hochlohnland sieht er bessere Chancen für die Automation als in einem Niedriglohnland. Anleger trauen dem Unternehmen ebenfalls eine Menge zu: Die Aktie (6,55 Euro; DE000A2DA588) stieg seit Mitte November um über 27% und erreichte im Februar ein Allzeithoch. Noch im November musste Fink allerdings eine Umsatz- und Gewinnwarnung verkünden. Er kappte die Umsatzprognose auf rund 345 Mio. Euro und die EBIT-Erwartung auf gut 18 Mio. Euro. Der Kurs des Anteilscheins rauschte daraufhin nach unten. Am 31. März wird der CEO aber ein Erreichen der neuen Ziele vermelden. Wir hatten MAX bereits am 1.6.15 zum Kauf empfohlen. PLATOW-Leser sind derzeit knapp 24% vorn. Wir sehen die Entwicklung weiter positiv, der übergeordnete Aufwärtstrend ist intakt.

Bei Datron gingen 2016 rund 7% mehr Aufträge ein, die sich auf ein Volumen von 45,4 Mio. Euro summierten. Die Umsätze steigerte der Fräsmaschinenhersteller vorläufigen Zahlen zufolge um 6% auf 45,7 Mio. Euro. 2017 will Vorstandschef Arne Brüsch die Marke von 50 Mio. Euro knacken und ein EBIT von rund 4 Mio. Euro erreichen. Letzteres sank 2016 um 11% auf 2,9 Mio. Euro. Grund dafür seien schwächere Ergebnisse im Segment der Dental-CAM Fräs-/Schleifmaschinen, dem der Vorstand aber eine abnehmende Bedeutung bescheinigt. Die Aktie (11,54 Euro; DE000A0V9LA7) raste seit Dezember um über 30% nach oben und überwand dabei alle Widerstände. Nun ist der Weg zum Allzeithoch aus 2012 bei 12,95 Euro frei. Unsere Empfehlung aus PB v. 27.10.14 ist knapp 50% vorn.

Deutliches Wachstum erwartet sich der Pressenhersteller Schuler von den 2016 übernommenen Gesellschaften Aweba und Yadon. Um 5 bis 10% soll das Ergebnis 2017 wachsen, wobei der verbesserte Auftragseingang zu Jahresbeginn helfen soll. Zudem hat der Göppinger Autozulieferer die Elektromobilität als Markt erschlossen. An der Börse kommen die Pläne an. Die Aktie (29,50 Euro; DE000A0V9A22) schoss Anfang März in der Spitze um über 19% nach oben und erreichte ein neues Allzeithoch. Dies könnte den Ausbruch aus dem mehrjährigen volatilen Seitwärtstrend bedeuten, zumal Schuler operativ wieder auf Kurs zu kommen scheint. Aktuelle Empfehlungen zu den einzelnen Werten finden Sie in der PLATOW Börse.