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Die Veränderung der Geldpolitik in den USA hat spürbar weltweite Auswirkungen. Während Fed-Chefin Janet Yellen ihre expansive Geldpolitik immer mehr drosselt und etliche Investoren spekulieren, dass die US-Notenbank Mitte/Ende 2015 die Zinsen anheben könnte, halten viele Notenbanker aus den Emerging Markets die Zinsen trotz der hohen Inflation stabil. Das Auseinanderlaufen der Geldpolitik in den USA und den EM belastet Währungen wie die indonesische Rupia oder die türkische Lira, zumal die beiden Länder üblicherweise hohe Leistungsbilanzdefizite ausweisen, also auf Kapitalzuflüsse aus dem Ausland angewiesen sind. Weil die Zinsen für US-Anleihen aber so tief abgerutscht sind und der Zinsaufschlag für viele EM-Länder im Vergleich zu den USA deutlich gestiegen ist, schichten Investoren Geld in die EM um. Entsprechend wächst das Interesse an den so genannten „Next 11″“. Die Analysten von Goldman Sachs hatten den Begriff bereits Ende 2005 geprägt. Er umfasst die Länder Ägypten, Bangladesch, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Südkorea, Türkei und Vietnam.
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