China Mobile – Alles in Butter
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Noch im ersten Halbjahr 2014 erzielte China Mobile einen ARPU von 64 Renminbi, im ersten Quartal 2015 lag die Kennziffer nur noch bei 59 Renminbi. Das Unternehmen nimmt mittlerweile also deutlich weniger Geld pro Kunde ein. Dass China Mobile seine Umsätze dennoch steigern konnte, hat es dem 4G-Standard zu verdanken. China Mobile drückt beim Ausbau des schnelleren Mobilfunkstandards kräftig auf die Tube. Zuletzt betrieb China Mobile bereits über 400 000 4G-Mobilfunkstationen in China. In nur einem Jahr hat das Unternehmen damit das größte 4G-Netz der Welt aufgebaut. Bereits nach acht Monaten verzeichnete das Unternehmen mehr als 30 Mio. 4G-Kunden. Heute sind es deutlich mehr als 100 Mio. Und eben dieser Kundenzulauf weckt Phantasien. Denn ein durchschnittlicher 4G-Kunde bringt in etwa drei Mal so viel Umsatz wie ein gewöhnlicher Nutzer. Insofern sollte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich der 4G-Ausbau positiv im Ergebnis niederschlägt.
Kein Wunder, dass der mäßige Jahresauftakt kaum Spuren im Aktienkurs (13,78 Euro; 909622; HK0941009539) hinterlassen hat. Zwar kam es, nachdem die Aktie vor Veröffentlichung der Bilanz auf ein neues Mehrjahreshoch bei 14 Euro gesprungen war, zu leichten Gewinnmitnahmen. Grundsätzlich zeigt der Trend aber weiter nach oben. PEM-Leser sollten bei China Mobile unbedingt an Bord bleiben, den Stopp aber auf 9 Euro nachziehen. Neuleser können mit einer identischen Absicherung durchaus noch einsteigen.
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