Börsenhausse lässt Gewinne von Nomura Holdings sprudeln

Dank der florierenden Finanzmärkte präsentierte das Finanzinstitut am Freitag (1.11.) Rekordzahlen, die eine Verbesserung der Nettoerlöse um ein Drittel auf 483,3 Mrd. Yen (rd. 2,9 Mrd. Euro) und ein Plus beim Vorsteuergewinn auf 133,0 Mrd. Yen (+134%) offenbarten. Dabei sprangen alle drei Kernsegmente (Vermögensverwaltung, Investment Management sowie Handel + Investment Banking) umsatzseitig zweistellig nach oben. Zusätzlich wuchs die Eigenkapitalrendite von 4,3 auf 11,6%. Mit einer harten Eigenkapitalquote (CET 1) von 15,7% schlägt Nomura die Deutsche Bank (13,5%) und die Commerzbank (14,8%).
Gleichzeitig wurde jedoch Kundenvertrauen verspielt, weil ein Mitarbeiter den Handel mit Staatsanleihen manipulierte. Nach einer milden Strafe von 21,8 Mio. Yen boykottieren nun einige Großkunden den Wertpapierhandel und CEO Kentaro Okuda verzichtet mit einigen Führungskräften zweimonatig auf 20% des Gehalts. Bis zum Gj. 2030/31 (per 31.3.) plant der CEO mit dem Ausbau risikoärmerer Geschäfte (Wealth Management und Investment Management) den Vorsteuergewinn auf 500 Mrd. (2023/24: 273,9 Mrd.) Yen fast zu verdoppeln. Dann wird außerdem mit einer stabileren Eigenkapitalrendite von durchschnittlich 8 bis 10% gegenüber der Vergangenheit (5J: 3,1 bis 8,2%) gerechnet. Außerdem gefällt uns das 2025/26er-KGV der Aktie (5,27 Euro; JP3762600009) von 10, welches unter der Historie (10J: 12) liegt, ebenso die Dividendenrendite von 4,2% (10J: 3,4%).
Wir steigen bei Nomura über Tradegate ein. Unser Stopp landet bei 3,90 Euro.