Musterdepot

Unsere schützenden Leitplanken

Bei der Geldanlage kämpft man vor allem gegen sich selbst. Viel mehr als unvorhergesehene Marktentwicklungen sind es die eigenen Emotionen, die Rücksetzer verursachen und Chancen verpassen lassen. Gerade in emotional aufgeladenen Zeiten lohnt es, sich dieses Risiko bewusst zu machen.

Justus Schirmacher,
Aktienkurse; im Hintergrund ist Frankfurt zu sehen
Aktienkurse; im Hintergrund ist Frankfurt zu sehen © AdobeStock

Irrationale Fehltritte lassen sich am besten mit einem erprobten Investment-Prozess vermeiden. Besonders in schwierigen Phasen bietet er schützende Leitplanken gegen unüberlegte Entscheidungen.

Auch für unser Musterdepot folgen wir einem stringenten Verfahren. Ein anfänglich großes Universum von knapp 800 deutschen Aktien wird schrittweise auf eine überschaubare Watchlist reduziert, aus der die Depotwerte ausgewählt werden. Zunächst filtern wir Aktien heraus, die nicht in Deutschland operativ tätig sind oder eine zu geringe Marktkapitalisierung bzw. Handelsliquidität aufweisen. Das „investierbare Universum“ wird dann regelmäßig anhand von Finanzkennzahlen durchleuchtet. Unabhängig von Bewertung oder technischen Faktoren bleibt eine Liste von Unternehmen mit attraktiven Fundamentaldaten.

Danach folgt der qualitative Filter. Wir konzentrieren uns auf Unternehmen innerhalb unseres Kompetenzkreises. Aktien mit starken Zahlen, aber schwer durchschaubaren Geschäftsmodellen, lassen wir außen vor.

 

Im nächsten Schritt prüfen wir in tiefen Analysen Wettbewerbsposition, Wachstumsperspektiven, Management-Qualität und strukturelle Risiken. Übrig bleibt eine Watchlist mit Titeln, die wir unabhängig von Preis oder Zyklus gern im Portfolio hätten.

Zum Schluss bleibt die Qual der Wahl. Für den Sprung ins Musterdepot spielt die Bewertung die entscheidende Rolle, ebenso wie sich verändernde Gewinnerwartungen oder Strategiewechsel. Was kommt dabei heraus? In den letzten zwei Wochen haben wir Ihnen mit Vossloh und Mensch und Maschine zwei neue Ideen geliefert, die diesen steinigen Weg ins Portfolio genommen haben.

Natürlich schützt selbst der beste Prozess nicht zu 100%. Neben Fehleinschätzungen ist oft mangelnde Disziplin der größte Stolperstein.

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