Traton – Noch keine Erholung in Europa in Sicht

Mit einem 1-Monats-Minus von über 13% hinkt die Aktie (26,90 Euro; DE000TRAT0N7) dem direkten Konkurrenten Daimler Truck (+3%) deutlich hinterher. Eine mögliche Ursache: Die VW-Tochter generiert rund 25% ihres Umsatzes in Nordamerika, während es bei Daimler Truck etwa 45% sind, mit zudem klar höherer Profitabilität. Während die Zeichen in den USA auf Wachstum stehen (vgl. Daimler Truck in PB v. 7.1.), stimmte Traton bei einer Analystenrunde am 9.1. eher vorsichtige Töne an.
Grund ist der schwache Markt in Europa, was unter anderem die Marke MAN (ca. 32% des Konzernumsatzes) belastet. Außerdem zeigte sich der CEO der Marke Scania (ca. 38%), Christian Levin, in einem Zeitungsinterview mit der schwedischen „Dagens Industri“ am Montag (13.1.) beunruhigt über die schwache Entwicklung in Deutschland und betonte die Wichtigkeit, sowohl in den USA als auch in China zu expandieren.
Dass das Mitglied des MDAX am Dienstag (14.1) mit seinen Verkaufszahlen für das Q4 positiv überraschte, ändert wenig an den trüben Aussichten. Zumindest aber dürfte die Prognose für das Gj. 2024 erreicht werden (Publikationstermin: 10.3.). Klar ist, dass sich die erhoffte wirtschaftliche Erholung in Europa weiter verzögert. Wir realisieren daher einen Verlust von 8,5% (Einstieg vgl. PB v. 3.9.24) und bevorzugen Daimler Truck im Nutzfahrzeugsektor aufgrund der vorteilhafteren geografischen Präsenz und der stärkeren Bilanz.
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