PVA Tepla – Kristalle für E-Autos
Am Anstieg des Auftragseingangs von PVA Tepla auf 39 Mio. Euro im Q1 hatte der Bereich Kristallzuchtanlagen einen großen Anteil.
Am Anstieg des Auftragseingangs von PVA Tepla auf 39 Mio. Euro im Q1 hatte der Bereich Kristallzuchtanlagen einen großen Anteil.
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Bis auf ein Rekordhoch bei 18,15 Euro ist PVA Tepla (14,40 Euro; DE0007461006) gestürmt, ehe die von uns vor Monatsfrist (vgl. PB v. 21.2.) erwartete Verschnaufpause eingetreten ist. Anleger nehmen nun Gewinne mit, nachdem der Titel der Wettenberger fundamental teuer geworden war.
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Mitte November gingen wir bei PVA Tepla noch von einem Ende der Rally aus. Aber der vollzogene Turnaround trieb die Aktie (13,95 Euro; DE0007461006) bis zum 15.1. auf ein neues Hoch bei 15,40 Euro.
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Seit dem Sommer klettert PVA Tepla wie an der Schnur gezogen nach oben, nachdem das Unternehmen mit den Hj.-Zahlen ein klares Zeichen für einen erfolgreichen Turn-around lieferte. Wir hatte erste Anzeichen einer solchen Entwicklung bereits im Juni erkannt und die Aktie (8,10 Euro; DE0007461006) schon damals zum Kauf empfohlen (vgl. PB v. 7.6.). Wer einstieg, liegt jetzt 184% im Plus.
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Schon im Juni hatten wir bei PVA Tepla Zeichen für einen Turnaround erkannt (vgl. PB v. 7.6.). Die Hj.-Zahlen bestätigen dies: Der Umsatz wuchs auf 43,6 Mio. Euro (+12,3%), das EBITDA auf 2,6 Mio. Euro (+24,8%). Da auch der Auftragseingang um 27,5% zulegte, bestätigte Vorstand Alfred Schöpf die Jahresprognose.
Der Start ins Jahr 2017 ist PVA Tepla gelungen: Die Wettenberger steigerten den Umsatz im Q1 um 37% auf 23,3 Mio. Euro. Beim EBIT gelang nach fünf defizitären Auftaktquartalen ein Plus von 600 000 (Vj.: -700 000) Euro.
Peter Abel ist derzeit ein vielbeschäftigter Mann, denn neben der Funktion als CEO muss er bei PVA Tepla auch den CFO-Posten übernehmen. Doch im April kommt mit Alfred Schopf ein neuer Chef für die Finanzen, der den Ende Februar ausgeschiedenen Henning Döring ersetzt. Da der neue CFO über reichlich Erfahrung (u. a. Jenoptik, Leica Camera) verfügt, dürfte die Einarbeitungszeit kurz sein.
Das vorläufige 2016er-Zahlenwerk sieht ordentlich aus: Der Anlagenbauer steigerte den Konzernumsatz um 18,9% auf rund 85 Mio. Euro und liegt damit in der Mitte des prognostizierten Korridors. Beim EBIT erreichten die Wettenberger mit rund 4 Mio. Euro gar das obere Ende der eigenen Erwartung (vgl. PB v 6.1.). 2015 zeigte diese Kennzahl nur ein kleines Plus von 100 000 Euro. Die Trendwende scheint also geschafft.
Wenn Führungskräfte ein Unternehmen überraschend verlassen, dann ist dies selten ein gutes Zeichen. So auch bei PVA Tepla: Hier hat der Aufsichtsrat zugestimmt, dass CFO Henning Döring per Ende Februar gehen darf. CEO Peter Abel übernimmt bis zur Ernennung eines neuen CFO auch diese Funktion.
PVA Tepla hat nach sechs Monaten mit 0,6 Mio. Euro ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreicht und den Konzernumsatz um 15,8% auf 38,8 Mio. Euro gesteigert. Obwohl damit der Turnaround sichtbarer wird, reagierte der Kapitalmarkt eher verhalten. Dies lag einerseits an einem deutlich niedrigeren Auftragseingang, der vom Vorjahreswert bei 56,3 Mio. auf 35,8 Mio. Euro sank. Aber auch am negativen operativen Cashflow von 6,6 Mio. Euro, den das Management mit Vorfinanzierungen für den hohen Auftragsbestand (64,9 Mio. Euro per Ende Juni) erklärte. Gerade dieser Bestand sollte aber im zweiten Halbjahr für gute Geschäfte sorgen.
Schon Ende Mai hat die PVA Tepla-Aktie unseren Stoppkurs bei 2,34 Euro (PB v. 25.3.16) knapp unterschritten. Aus dem Unternehmen kamen allerdings eher positive Nachrichten. Bei der Mitte Juni erfolgten HV bestätigte Vorstandschef Peter Abel die Prognosen für 2016. Dabei soll der Umsatz von 71,5 auf bis zu 90 Mio. Euro steigen. Beim EBIT soll nach dem geglückten Turnaround in 2016 nun ein Wert zwischen 2 und 4 Mio. Euro erzielt werden. Finanzvorstand Henning Döring wies zudem auf den hohen Auftragsbestand hin.
Immerhin: Das Geschäftsjahr 2015 brachte ein EBIT von 0,1 Mio. Euro. Damit ist PVA Tepla der erwartete Turnaround (vgl. PB v. 27.1.) tatsächlich geglückt. Doch Firmengründer und Vorstandschef Peter Abel, dessen Vorstandsvertrag in dieser Woche bis März 2018 verlängert wurde, blickt optimistisch in die Zukunft. 2016 soll das EBIT zwischen 2 Mio. und 4 Mio. Euro liegen. Einher damit geht dann auch ein Umsatzwachstum. Nachdem die 2015er-Erlöse mit 71,5 Mio. Euro minimal unter dem 2014er-Wert landeten, sollen es im Jahr 2016 zwischen 80 Mio. und 90 Mio. Euro werden. Ein auf 101,5 Mio. Euro erhöhter Auftragseingang unterstreicht diese Prognose.
In den vergangenen zwölf Monaten konnte sich der Kurs von PVA Tepla knapp verdoppeln. Auch die volatilen Tage zu Jahresbeginn belasteten den Titel kaum. Allerdings muss die Bewegung relativiert werden, denn das Unternehmen war ein Sanierungsfall. Größere Umstrukturierungen haben den Anlagenbauer wieder auf Kurs gebracht. Nicht unschuldig an der Kursentwicklung ist zudem die PA Beteiligungsgesellschaft von Firmengründer und Vorstandschef Peter Abel, die seit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen im August knapp 250 000 Aktien für ca. 620 000 Euro am Markt kaufte.
Schwere Zeiten liegen hinter PVA Tepla. Der Anlagenbauer tauschte im Zuge der jüngsten Umstrukturierung den kompletten Vorstand aus, seit März 2014 hält Unternehmensgründer Peter Abel erneut das Steuerrad in der Hand. In Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat wurden einige Gesellschaften zusammengeführt, andere Bereiche in neue GmbHs ausgeglie-dert. Zudem wurden zwei Standorte komplett geschlossen. Die neue Struktur – die klassische Aktiengesellschaft dient als Holding – scheint am Kapitalmarkt für neues Vertrauen gesorgt zu haben. Denn die volatile Aktie marschiert stabil nach oben, rund 30% in drei Monaten.
Nach langer Fahrt im Dunklen sieht PVA Tepla offenbar Licht am Ende des Tunnels. Der Anlagenbauer bestätigte anlässlich des Geschäftsberichts für 2014 die Hoffnung, das laufende Fiskaljahr zumindest mit einem ausgeglichenen Ergebnis vor Zinsen und Steuern abzuschließen. Allerdings hatten die Hessen bereits im vergangenen Jahr auf ein positives EBIT gehofft – letztlich aber zu Unrecht.
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„Wir sehen so schnell keine positiven Impulse“, urteilten wir in PB v. 4.6. über PVA Tepla. Der Anlagenbauer hatte gerade verkündet, im laufenden Jahr wider Erwarten keinen Gewinn zu machen und die Produktionsstätte in Dänemark aufzugeben. Leider brachten auch die Halbjahreszahlen wenig Gutes. So entsprach der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten nicht den Erwartungen, mit 30,9 Mio. Euro verpassten die Hessen die 32,3 Mio. Euro des Vorjahres.
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Das Comeback der Photovoltaikbranche hatte im vergangenen Jahr auch die Aktie von PVA Tepla angetrieben, schließlich züchtet das Unternehmen unter anderem Kristalle für Solarzellen. Inzwischen ist die Euphorie aber verflogen, spätestens seit die Hessen am Freitag ihre Prognose einstampften. Weil zwei Kunden aus Russland und Thailand bislang keine Anzahlungen für bestellte Zuchtanlagen geleistet haben, sah sich der Vorstand gezwungen, die Orders zu streichen.
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Nach einem verkorksten ersten Halbjahr scheint sich die Stimmung bei PVA Tepla wieder etwas aufzuhellen. Der Anbieter von Kristallzucht-, Vakuum- und Hochtemperaturanlagen konnte in den Sommermonaten Juni und Juli wieder mehr Aufträge einfahren und hegt die leise Zuversicht, dass dieser Trend das restliche Jahr hinweg anhält. Dabei hoben die Hessen vor allem die Qualität der Orders hervor.
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PVA Tepla muss sich einen neuen Finanzvorstand suchen. Amtsinhaber Arnd Bohle wird das Unternehmen nach der Hauptversammlung am 19. Juni verlassen, erklärten die Hessen. Offenbar lagen die Auffassungen darüber, wie sich der Spezialist für Kristallisations-, Vakuum- und Hochtemperaturanlagen künftig aufstellen soll, zu weit auseinander. PVA leidet seit geraumer Zeit unter Absatzproblemen. Gerade die Halbleiter- und Solarsparte müssen mit Überkapazitäten bei den Kunden zurechtkommen. Nach einem mäßigen Jahr 2012 brachen die Erlöse in den beiden Bereichen im Q1 noch einmal um 51 bzw. 85% ein. Der dritten Sparte „Industrial Systems“ erging es mit -49% aber auch nicht besser.
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„Vor dem Hintergrund eines weiterhin wachsenden Marktes in der Halbleiter- und Photovoltaik-Industrie“ freute sich der Anlagenbauer PVA Tepla im August 2007 über einen „sehr hohen Auftragsbestand“ von gut 113 Mio. Euro. Bei einer EBIT-Marge von knapp 9% setzten die Hessen 2007 denn auch gut 113 Mio. Euro um. Fünf Jahre später haben sich die Vorzeichen bei dem Spezialisten für Kristallisations-, Vakuum- und Hochtemperaturanlagen nicht unwesentlich geändert. Zwar erwartet Vorstandschef Arno Knebelkamp für 2012 eine ähnliche Marge (8 bis 10%) und Erlöse von 120 Mio. bis 130 Mio. Euro.
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Die Auftragsbücher von PVA TePla sind so voll wie lange nicht mehr. Der Auftragseingang des Herstellers von Anlagen für die Kristallisation von Silizium sowie Vakuum- und Hochtemperaturanlagen ist mit 156 Mio. Euro um 67% höher als im Vorjahreszeitraum.
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