Abfüllanlagen

Krones will Kapitalrendite steigern

Bei Krones zeigt sich, dass auch gute Zahlen, die über der im Sommer erhöhten Guidance lagen, derzeit nicht vor Kursverlusten schützen. Denn der Spezialist für Abfüll- und Verpackungslösungen steigerte 2021 den Umsatz um 9,4% auf 3,63 Mrd. und das EBITDA um 134% auf 312,6 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine von 6,2% auf 8,1% verbesserte EBITDA-Marge.

Erfreulich: Die Neutraublinger übertrafen operativ sogar den Vor-Corona-Wert von 2019 (EBITDA: 227,3 Mio. Euro), da sich die Nachfragesituation schneller erholte, als es der Vorstand noch im Sommer erwartet hatte. Wichtig: Der Auftragseingang sprang um 30,5% auf das Rekordniveau von 4,3 Mrd. Euro. Daher überrascht es nicht, dass CEO Christoph Klenk optimistisch bleibt und für 2022 ein Umsatzwachstum von 5 bis 8%, bei einer EBITDA-Marge von 8 bis 9%, prognostiziert. Dabei will er eine Kapitalrendite (ROCE) von 10 bis 12% erzielen, nach 10% im Jahr 2021.

Zwar verweist Klenk auf geopolitische Risiken, die anhaltende Lieferketten-Problematik und die noch nicht absehbaren weiteren Folgen der Pandemie. Wir gehen jedoch davon aus, dass diese Faktoren in dem eher konservativ gehaltenen Ausblick berücksichtigt sind. Mit Blick auf die positive Ertragsentwicklung, die für 2022 und 2023 EPS-Zuwächse von mehr als 30% erwarten lässt, gefällt uns die SDAX-Aktie (82,05 Euro; DE0006335003) weiterhin, zumal sie mit einem KGV von 15 auf Basis der 2022er-Schätzung günstig bewertet ist.

Krones bleibt ein Kauf. Stopp weiter bei 72,60 Euro.

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