Infineon – Verhaltener Ausblick trifft Erwartungen

Denn nach einem volatilen Handelsstart stieg der Chiphersteller zur Mittagszeit (12.11.) zum größten Gewinner im DAX auf. Und das, obwohl die Ziele für das Geschäftsjahr 2024/25 (per 30.9.) deutlich unter den bisherigen Analystenschätzungen liegen. CEO Jochen Hanebeck rechnet nach einem Umsatzrückgang von 8,3% im abgelaufenen Jahr erneut mit (leicht) sinkenden Erlösen. Zudem soll die Segmentergebnis-Marge nur im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich liegen. Hier gab es 2023/24 bereits einen deutlichen Rückgang von 27,0% auf 20,8%. Über einen gesamten Zyklus hinweg strebt Infineon weiterhin Durchschnittswerte von 25% an.
Das nach Plan laufende Sparprogramm „Step Up“ soll dabei helfen, wobei signifikante Effekte erst 2026/27 erkennbar sein werden. Während sich der Firmenchef kurzfristig vor allem durch den massiven Abbau von Lagerbeständen bei den Kunden relativ skeptisch zeigt, bleibt er für die Zukunft weiter zuversichtlich und will den Konzern „optimal für den nächsten Aufschwung aufstellen“.
Durch neue Innovationen und technologische Durchbrüche, die zum Gewinn von Marktanteilen führen, soll dieses Ziel erreicht werden. Als größtes Risiko sehen wir die steigende Abhängigkeit von China (27% Umsatzanteil), der aktuell einzigen Wachstumsregion in Bezug auf elektronisch angetriebene Fahrzeuge.
In Summe bleibt die Aktie (31,20 Euro; DE0006231004) von Infineon aber kaufenswert. Stopp: 26,00 Euro.