Investitionsgüter

Hensoldt – Der Boom hält an

Für den Rüstungssektor gab es zuletzt kein Halten. Mittendrin: der Elektronik-Spezialist Hensoldt, der am Donnerstag (27.2.) die Prognose für 2025 konkretisierte.

Hensoldt Logo auf einem Smartphone
Hensoldt Logo auf einem Smartphone © AdobeStock

Dass die Geschäfte gut laufen, war bekannt; bereits Anfang Februar meldete der MDAX-Konzern eine starke Auftragslage. Auch die vorläufigen Ergebnisse für das Gj. 2024 gaben Grund zur Freude. Demnach stiegen die Einnahmen gegenüber Vorjahr um 21% auf 2,24 Mrd. Euro, die ber. EBITDA-Marge landete mit 19,4% über den eigenen Vorgaben der Bayern (18 bis 19%). Angesichts der hohen Nachfrage nach hochentwickelten elektronischen Verteidigungs- und Sicherheitslösungen erreichte der Auftragsbestand ein neues Rekordniveau von 6,64 Mrd. Euro (per 31.12.). Am stärksten wuchs der Auftragseingang im Segment Optronics (+45%), u.a. getrieben von der Plattform Leopard 2. Auch das Segment Sensors verzeichnete eine hohe Kundenaktivität mit Aufträgen z.B. für das Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz.

Für 2025 rechnet CEO Oliver Dörre nun mit einem Umsatz von 2,5 bis 2,6 Mrd. Euro (bisher: „Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich“), die EBITDA-Marge soll bei 19% liegen. Dies deckt sich in etwa mit dem Analystenkonsens; weiteres Aufwärtspotenzial sehen wir von den sich abzeichnenden Erhöhungen der europäischen Verteidigungsausgaben. Laut EU-Kommission sind in den nächsten zehn Jahren zusätzliche Ausgaben in Höhe von rund 500 Mrd. Euro erforderlich, u.a. für ein europäisches Luftverteidigungssystem.

Die Hensoldt-Aktie (52,00 Euro; DE000HAG0005) bleibt ein Kauf, Stopp hoch auf 37,90 (27,50) Euro.

Abonnieren Anmelden
Zum PLATOW Brief