OHB – 2021 ist gesichert
OHB musste zuletzt zwei Nackenschläge verdauen. Die 2020er-Ergebnisse, die CEO Marco Fuchs am Mittwoch (17.3.) präsentierte, standen unter dem Einfluss der pandemiebedingten Verschiebung von Zulieferungen.
„Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“
OHB musste zuletzt zwei Nackenschläge verdauen. Die 2020er-Ergebnisse, die CEO Marco Fuchs am Mittwoch (17.3.) präsentierte, standen unter dem Einfluss der pandemiebedingten Verschiebung von Zulieferungen.
Das Jahresende verlief für die Aktionäre von Fuchs Petrolub versöhnlich. Mit den endgültigen Zahlen vom Dienstag (9.3.) hat der Schmierstoffhersteller bei einem Umsatzminus von 7,5% auf 2,4 Mrd. Euro nur einen kleinen Rückgang beim EBIT von 2,5% auf 313 Mio. Euro verschmerzen müssen.
Beim deutschen Leitindex sind die letzten verbliebenen Zweifler unter den Anlegern umgefallen. Mit dem dritten Rekordhoch innerhalb von fünf Handelstagen bei 14 458 Zählern hat der DAX den hartnäckigen Widerstand bei rd. 14 200 Punkten geknackt und den im März 2003 begonnenen, steilen Aufwärtstrendkanal wieder erreicht.
Ein gutes Schlussquartal mit einem starken Dezember verhalf Fuchs Petrolub nach eigenen Angaben vom Montag (11.1.) zu einem versöhnlichen Jahresende.
Ordentliche Neunmonatszahlen legte PSI Software vor. Bei einem kleinen Umsatzminus von 1% auf 158,1 Mio. Euro sank das EBIT um 15,3% auf 8,87 Mio. Euro – beides im Rahmen der Guidance. Der zum 30.6.21 scheidende CEO Harald Fuchs blieb beim Ausblick vorsichtig.
Bis auf 20,10 Euro ist die PSI-Aktie (24,00 Euro; DE000A0Z1JH9) Ende Juli abgerutscht. Schuld an der Kursschwäche hatten zunächst die Hj.-Zahlen, die nur am unteren Ende der Prognose lagen.
Der Luft- und Raumfahrtkonzern OHB hat die Folgen des Lockdowns im Q2 unbeeindruckt weggesteckt. Zwar wirkte sich die Pandemie negativ auf das Industriegeschäft aus, doch die Raumfahrt entwickelt sich prächtig und Kosteneinsparungen sorgten beim EBITDA für eine leichte Verbesserung.
Die vorläufigen Zahlen von Fuchs Petrolub für das 1. Hj. fielen nicht berauschend aus. Der Anbieter von Schmierstoffen und Fetten berichtete am Montag (27.7.), dass es eine Umsatzverschlechterung von 14% und einen EBIT-Rückgang von 29% gab.
Unser Kalkül bei OHB ist bislang aufgegangen. Am Mittwoch (1.7.) erhielt der Bremer Luft- und Raumfahrtkonzern von der europäischen ESA-Raumfahrtbehörde den Zuschlag u. a. zum Bau von zwei Satelliten im Rahmen des Copernicus-Programms zur Messung der vom Menschen gemachten CO2-Belastung.
Der Luft- und Raumfahrtkonzern OHB hat gerade seine Finanzen langfristig geordnet und sich über einen neuen Rahmenkredit die Mittel für die kommenden fünf Jahre gesichert. Damit kann der Familienkonzern sein ehrgeiziges Wachstumsprogramm bis 2025 finanzieren.
Eine neue Kreditvereinbarung versetzt OHB in die Lage, die ambitionierten Wachstumspläne für die kommenden fünf Jahre zu verwirklichen. Firmenchef Marco Fuchs will bis 2025 die Gesamtleistung um 50% auf 1,5 Mrd. Euro ausbauen und dabei den Gewinn vor Steuern auf 120 Mio. Euro verdoppeln.
Als das Coronavirus Mitte März weltweit Aktienkurse einbrechen ließ, bewegte sich das Papier von NanoRepro in die entgegengesetzte Richtung: Um über 500% (!) schoss es innerhalb von zwei Wochen nach oben und konnte seinen Wert vom monatelangen Pennystock-Niveau im Bereich von 0,60 Euro auf das Anfang April erreichte Allzeithoch bei 3,86 Euro mehr als versechsfachen. In der Folge kam es – wenig überraschend – zu Gewinnmitnahmen, wodurch die Aktie (2,26 Euro; DE0006577109) über 40% einbüßte.
Aus dem Weltraum betrachtet werden weltliche Probleme wie das Coronavirus deutlich kleiner. Und auch sonst bemühte sich Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Bremer OHB, die Folgen der Pandemie auf den Satelliten- und Raumfahrtkonzern möglichst kleinzureden.
ls weltweit größter unabhängiger Anbieter von Schmierstoffen ist Fuchs Petrolub eng mit der Weltwirtschaft verbunden. Mehr als 10 000 Schmierstoffe, Fette und Spezialitäten werden in über 30 Werken weltweit für den Maschinen- und Bergbau, die Luft- und Raumfahrt, den Energie-und Transportsektor sowie die Land- und Forstwirtschaft hergestellt.
Der zwischenzeitliche (und wahrscheinlich auch noch nicht endgültig beendete) Kursrutsch an den Aktienmärkten hat für reichlich Bewegung in unserem Relative-Stärke-Ranking gesorgt. Da Aurubis trotz eines Absturzes in letzter Minute noch auf den 20. Rang springen konnte, ist zum Stichtag gestern Abend aber nur Fuchs Petrolub (Platz 33) aus den Top-20 der Rangliste gefallen. Wir haben den vor zwei Wochen eröffneten Long-Trade daher heute Morgen gemäß unserem Regelwerk beenden. Weil die Aktie während unserer zweiwöchigen Haltedauer fast durchgehend gefallen ist, mussten wir unter dem Strich einen Verlust von 18,1% sowie einen Depotbeitrag von minus 1,28% hinnehmen.
Durch die o. a. Veräußerungen und weil wir das maximale Zielgewicht der Strategie zum Jahreswechsel ja von ca. 50% auf ca. 70% angehoben haben, hätten wir theoretisch vier neue Kandidaten mit dem maximalen Depotanteil von jetzt jeweils 7% in unser Depot aufnehmen können. Eine Voraussetzung dafür ist aber, dass die Aktien unter den Top-10 unserer Rangliste stehen.
Ein wahrer Geldsegen steht Europas Raumfahrtunternehmen ins Haus. Auf der Ministertagung der European Space Agency (ESA) wurde Europas Raumfahrtbudget für die kommenden fünf Jahre um ein Drittel auf den neuen Rekordwert von 14,4 Mrd. Euro hochgeschraubt.
Erst im Sommer hatte Fuchs Petrolub seine Gewinnziele für 2019 gesenkt, da die Nachfrage aus der Autobranche sank. So erwartete CEO Stefan Fuchs damals einen EBIT-Rückgang um 20 bis 30% bei einem Umsatzminus von bis zu 3%.
Die Halbjahreszahlen von OHB sind wieder einmal grundsolide und bieten weder Anlass zum Meckern noch zum Frohlocken. Der Umsatz stieg um gut 5% auf 425 Mio. Euro, das EBIT um 3% auf 21,7 Mio. Euro.
Nach BASF und Fuchs Petrolub musste am späten Dienstagabend (16.7.) auch Brenntag seine Prognose für das Gesamtjahr senken.
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