Douglas – Weiteres Rückschlagspotenzial

Wir hatten uns beim Börsengang zunächst auf die niedrige Bewertung konzentriert, während der Markt eher die hohe Verschuldung ins Zentrum rückte. Mit einem Verlust von 10% sind wir im März ausgestiegen (vgl. PB v. 21.3.). Seitdem hat der Wert aber um weitere 13% korrigiert. Für die schwache Entwicklung liefern die am Mittwoch (29.5.) gemeldeten Q2-Zahlen (per 31.3.) weitere Gründe.
Zwar macht die Parfümeriekette wie von uns erwartet gute Fortschritte bei der Umsatz- und der operativen Gewinnentwicklung. So stieg der Umsatz im Q2 um 11,5% auf 958,4 Mio. Euro, was im Vergleich zum Q1 (+8,0%) eine Wachstumsbeschleunigung darstellt. Das ber. EBITDA kletterte überproportional um 16,3% auf 145,9 Mio. Euro (Marge: 15,2%; +60 Basispunkte).
Unterm Strich schrieben die Düsseldorfer aber einen Verlust von 41,3 Mio. Euro bzw. 0,38 Euro je Aktie (Vj.: -0,39 Euro), u.a. wegen einmaliger Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang. Positiv ist jedoch, dass der Emissionserlös zur Schuldentilgung verwendet wurde. Mit einer Nettoschuldenquote von 2,7x (Vj.: 5,0x) ber. EBITDA) ist das Verschuldungsniveau jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau.
Den Ausblick bestätigte der Vorstand. Demnach wird für das laufende Gj. 2023/24 (per 30.9.) ein Umsatzwachstum von rd. 7% und eine ber. EBITDA-Marge von 18,5% in Aussicht gestellt. Nach sechs Monaten (Umsatz: +9,3%; ber. EBITDA-Marge: 19,7%) liegen die Düsseldorfer auch auf Kurs zur Zielerreichung. Doch die starke Verschuldung und der hohe Besitzanteil der Altaktionäre stellen ein latentes Rückschlagspotenzial für die Aktie dar. pk
Wir warten bei Douglas daher zunächst ab.