Chemie

Brenntag – 2024 wird Erholungsjahr

Brenntag-Aktionäre mussten am Donnerstag (7.3.) kräftig schlucken. 2023 erwies sich für den Distributor von Chemikalien und Inhaltsstoffen herausfordernder als gedacht.

Albrecht Schirmacher,
Hauptsitz in Essen
Hauptsitz in Essen © Brenntag
So enttäuschten sowohl der Umsatz (-11% auf 16,8 Mrd. Euro) als auch das als KPI ausgewiesene operative EBITA vor Konzernumlagen und Sondereinflüssen (-13,1% auf 1,265 Mrd. Euro). Das zuvor im Sommer angepasste Band von 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro wurde damit knapp verfehlt. Die DAX-Aktie (79,64 Euro; DE000A1DAHH0) gab um über 6% nach. Seit Erstempfehlung (vgl. PB v. 17.6.22) beträgt unser Plus noch 10%.

Wir erkennen in dem Zahlenwerk nach den Rekorden im Vorjahr v.a. ein Übergangsjahr, das mit einem avisierten EBITA von 1,23 bis 1,43 Mrd. Euro zumindest deutlich über dem 2022er-Niveau liegt. Insbesondere mit Blick auf die wieder angezogene Dynamik im Q4 (EBITA: Konzern +12%; Specialities +4%; Essentials: +8%) aufgrund des endenden Lagerabbaus und wieder anziehender Nachfrage der Kunden äußerte sich CEO Christian Kohlpaintner im Call für 2024 vorsichtig optimistisch: „Wir erwarten eine Fortsetzung dieser Trends.“ Darüber hinaus setzen das angekündigte Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 750 Mio. Euro (6,7% des Grundkapitals) sowie die 13. Dividendenerhöhung in Folge von 2,00 auf 2,10 Euro (Rendite: 2,6%) wichtige Zeichen der Zuversicht. Mit 18% liegt die Kapitalrendite (ROCE) 2% über dem 10J-Schnitt. Auch das 2024er-KGV von 15 (10J: 18) ist attraktiv. dog

Brenntag bleibt ein Kauf. Stopp: 57,40 Euro.

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