Hintergründe zur Depotveränderung am 31.08.2022
Wie gestern Abend über unseren Depot-Alarm bereits angekündigt, nehmen wir heute Morgen Veränderungen in unserem Derivate-Depot vor. Dabei geht es diesmal wieder um die Aktien-Momentum-Strategie.
„Sei ängstlich, wenn andere gierig sind und sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“
Wie gestern Abend über unseren Depot-Alarm bereits angekündigt, nehmen wir heute Morgen Veränderungen in unserem Derivate-Depot vor. Dabei geht es diesmal wieder um die Aktien-Momentum-Strategie.
An der Spitze unseres Relative Stärke-Rankings gab es im Vergleich zur Vorwoche nur eine Veränderung. Trotz deutlicher Kursverluste gelang Delivery Hero der Sprung auf den ersten Platz, weil der bisherige Spitzenreiter SMA Solar noch stärker an Wert verlor. Die Plätze drei bis sieben blieben unverändert, Beiersdorf gelang sogar der Sprung von Rang zehn auf acht. Dahinter positionieren sich mit Henkel und der Deutschen Börse zwei Aktien mit anhaltend relativer Stärke als mögliche Kandidaten für die nächste etwaige Depotaufnahme.
Lange hat es gedauert, aber heute Morgen war es dann endlich soweit. Fast ein halbes Jahr nach unserem Komplettausstieg (kurz vor dem Crash im Februar/März) ist das Warnsignal bei unserer Aktien-Momentum-Strategie zum Xetra-Schluss gestern durch den Anstieg des HDAX über seine 130-Tage-Linie deaktiviert worden. Seit heute Morgen können wir daher wieder mit einigen Aktien mitfiebern.
Beiersdorf stellte im 1. Hj. die Widerstandsfähigkeit des Geschäfts mit Hautpflegeprodukten (Consumer) und Klebelösungen (Tesa) unter Beweis. Der Umsatz wuchs um 15,5% (org. 10,5%) auf 4,5 Mrd. (Vj.: 3,9 Mrd.) Euro. Besonders stark (org. Wachstum: +11,7%) entwickelte sich der Bereich Consumer, die mit Abstand wichtigste Sparte (Umsatzanteil: 82%), zu der u. a. die Marke Nivea gehört.
In den vergangenen Tagen kam es in unserem Relative Stärke-Ranking zu einigen stärkeren Verschiebungen. So gelang Qiagen von Platz 27 in der Vorwoche aus ein großer Sprung nach vorne bis auf Rang 12. Auch Symrise (von 29 auf 18) kletterte relativ weit nach oben. Innerhalb der Top-10 waren die Deutsche Telekom (von 9 auf 4) und Beiersdorf (von 13 auf 8) die größten Gewinner. Ganz oben hat Aixtron den zweiten Platz hinter der weiterhin deutlich in Front liegenden Aktie von Rheinmetall zurückerobert.
Zum 20.6. schubst Beiersdorf den verlustträchtigen Delivery Hero-Konzern wieder aus dem DAX. Den Aufstieg in der DAX-Familie hat Vorstandschef Vincent Warnery am Donnerstag (9.6.) mit guten Geschäftsaussichten auf einer Investorenkonferenz untermauert:
Gegen den Markttrend konnte sich die Beiersdorf-Aktie im laufenden Jahr bislang behaupten. Dies dürfte zum einen am guten Mix aus dem wenig konjunkturabhängigen Kosmetik- und dem zyklischen Klebstoffgeschäft Tesa liegen. Zum anderen stützt der starke Familienrückhalt, denn 51,18% der Aktienanteile liegen bei der Maxingvest der Gründerfamilie Herz.
Die Zinswende wird zum Problem für Unternehmen, die bei niedrigen Zinsen einen Schluck zu viel aus der Pulle des billigen Geldes genommen haben. Deutsche Konzerne sind davon nicht ausgenommen: Laut Handelsblatt hat sich die Nettoverschuldung der DAX-Konzerne seit 2011 verdoppelt. Droht das Pulverfass zu explodieren, wenn die EZB eines Tages beginnt, an der Zinsschraube zu drehen?
Auf Beiersdorf haben wir mehr als eineinhalb Jahre nicht mehr geschaut, doch der Konsumgüterkonzern hat sich während der Corona-Pandemie weiterentwickelt. So verstärkte sich das Unternehmen jüngst passend mit dem US-amerikanischen Hautpflege-, Duft- und Kosmetikproduzenten Chantecaille und gibt der Marke Nivea mit der neugeschaffenen Position des „President NIVEA“, die Grita Loebsack von EssilorLuxottica besetzen wird, noch mehr Gewicht.
Die große Index-Reform beim DAX rückt näher. Am Freitagabend (3.9.) gibt die Deutsche Börse bekannt, welche zehn Aktien aus dem MDAX in die erste Börsenliga aufsteigen. Aktuell gilt bei neun Werten die Hochstufung als ziemlich sicher. Neben unserem Musterdepotwert Symrise dürfte bei Zalando, Sartorius, Airbus und Hellofresh gefeiert werden. Nur zwischen Qiagen (s. „So geht‘s weiter“ auf S. 2) und Beiersdorf wird es bis zum Schluss einen Zweikampf geben.
Die Inflationsrate erklimmt immer neue Zwischenhochs. Laut Statistischem Bundesamt ist der Verbraucherpreisindex im Juli um 3,8% gestiegen. Das entspricht der höchsten Preissteigerung seit 1996. Für den weiteren Jahresverlauf erwartet das ifo-Institut sogar einen Anstieg der Konsumentenpreise auf 4%.
Die gute Nachricht ist, dass dem DAX am Mittwoch (3.3.) ein neues Allzeithoch bei 14 197 Zählern gelang. Die schlechte Nachricht folgte prompt, denn die Kurse konnten sich dort nicht halten. Frische Impulse für die DAX-Familie sind wünschenswert und die erwarten wir von den Indexveränderungen der Deutschen Börse.
Seit Jahresbeginn hat der DAX Anlegern hohe Corona-Schwankungen und einen Verlust von 1,8% eingebrockt. Wer hingegen die als krisensicher geltenden Edelmetalle Gold und Silber im Depot hatte, freut sich über Zuwächse von 21 bzw. 39%, auch wenn hier jetzt die von uns erwartete Korrektur eingesetzt hat (vgl. PB v. 24.7.).
Normalerweise ist Beiersdorf auch in unruhigen Börsenphasen eine „sichere Bank“. Aber in Zeiten von Corona ist vieles anders.
Bei Beiersdorf hat Michael Herz, der als Vertreter der Eignerfamilie im Aufsichtsrat sitzt, am Donnerstag (12.3.) Aktien (85,64 Euro; DE0005200000) im Wert von 10 Mio. Euro am Markt gekauft.
Beiersdorf wies am Donnerstag (16.1.) mit 4,1% ein organisches 2019er-Umsatzwachstum im Rahmen der eigenen Ziele aus. Von 3 bis 5% hatte Vorstandschef Stefan De Loecker
zuvor immer gesprochen.
Während Henkel am Donnerstag (12.12.) vorsichtig auf Jahr 2020 vorausschaute, erscheint uns Beiersdorf besser positioniert. Insbesondere vom guten Wachstum bei Kosmetika und der starken Marke Nivea kann der Konsumgütergigant profitieren.
Wie gestern Abend in unserem „Vorab-Service“ (eine Anmeldung dazu ist weiterhin jederzeit kostenlos möglich über eine formlose E-Mail an derivate@platow.de) angekündigt, haben wir heute Morgen weitere Veränderungen in unserem Musterdepot vorgenommen. Konkret ging es dabei diesmal um die Zusammensetzung der Aktien-Momentum-Strategie.
Heute Morgen war die Redaktion von PLATOW Derivate bereits sehr früh am Morgen gefordert. Neben den Umschichtungen in den beiden „DAX-wikifolios“ (siehe Seite 4) galt es auch im PLATOW Derivate-Depot gleich bei zwei Strategie-Bausteinen Veränderungen vorzunehmen. Wir hatten das ja bereits gestern Abend in unserem „Vorab-Service“ (eine Anmeldung dazu ist weiterhin jederzeit kostenlos möglich über eine formlose E-Mail an derivate@platow.de) angekündigt.
Nivea schlägt Tesa: Bei Beiersdorf liegt der Umsatz zum Hj. organisch um 4,8% über Vj., weil der Verkauf von Hautpflegemitteln (+5,3%) die Schwäche im Geschäft mit industriellen Klebstoffen (+2,4%) ausgleicht.
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