BASF – Weniger Dividende, aber mehr Rendite

Seit der Zahlung von 1,70 Euro vor 15 Jahren (Rendite: 3,9%) hat sich die Dividende verdoppelt (Rendite: 7,0%). Jetzt aber droht mit einer geplanten Ausschüttung von 8 Mrd. Euro zwischen 2025 bis 2028 die erste Kürzung. Denn die avisierten 2 Mrd. Euro pro Jahr entsprechen nur einer Dividende von mindestens 2,25 Euro (Rendite: ca. 5,1%) und liegen deutlich unter den 3 Mrd. Euro der Vorjahre. Die DAX-Aktie (45,03 Euro; DE000BASF111) verlor zunächst 2%.
Wichtiger erscheint uns aber das angekündigte Aktienrückkaufprogramm: Nachdem BASF den nach über 13 Jahren heiß ersehnten Buyback von 3 Mrd. Euro (2,8% des Grundkapitals) im Gj. 2023 abbrechen musste, sollen ab spätestens 2027 Aktien im Wert von 4 Mrd. Euro vom Markt genommen werden. Das entspricht insgesamt 10% des Grundkapitals. Zusammen mit der Dividende und einem erwarteten Gewinnwachstum von im Schnitt 25% in den nächsten drei Jahren ergibt sich damit nach Jahren der Kapitalvernichtung ein Shareholder Return von durchschnittlich 33% pro Jahr.
Bis 2028 will der Chemieriese operativ wieder über 10 Mrd. Euro verdienen – konkret ein EBITDA von 10 bis 12 Mrd. (2024: 8 bis 8,6 Mrd.) Euro. Ein mögliches IPO der Agrarsparte (16% vom Umsatz) nach 2027 sowie ein nicht ausgeschlossener Verkauf des Coatings-Geschäfts (19% vom Umsatz) sollen zudem Kapital bringen. dog
Wir warten bei BASF auf konkrete Erfolge.