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BASF – Weniger Dividende, aber mehr Rendite

Mit Auftakt des zweitägigen Kapitalmarkttags hat BASF am Donnerstag (26.9.) Anleger vor allem mit der geplanten Dividende nicht so recht überzeugt.

Gruppe Elementanalytik und Speziation der BASF Forschung
Gruppe Elementanalytik und Speziation der BASF Forschung © BASF SE

Seit der Zahlung von 1,70 Euro vor 15 Jahren (Rendite: 3,9%) hat sich die Dividende verdoppelt (Rendite: 7,0%). Jetzt aber droht mit einer geplanten Ausschüttung von 8 Mrd. Euro zwischen 2025 bis 2028 die erste Kürzung. Denn die avisierten 2 Mrd. Euro pro Jahr entsprechen nur einer Dividende von mindestens 2,25 Euro (Rendite: ca. 5,1%) und liegen deutlich unter den 3 Mrd. Euro der Vorjahre. Die DAX-Aktie (45,03 Euro; DE000BASF111) verlor zunächst 2%.

Wichtiger erscheint uns aber das angekündigte Aktienrückkaufprogramm: Nachdem BASF den nach über 13 Jahren heiß ersehnten Buyback von 3 Mrd. Euro (2,8% des Grundkapitals) im Gj. 2023 abbrechen musste, sollen ab spätestens 2027 Aktien im Wert von 4 Mrd. Euro vom Markt genommen werden. Das entspricht insgesamt 10% des Grundkapitals. Zusammen mit der Dividende und einem erwarteten Gewinnwachstum von im Schnitt 25% in den nächsten drei Jahren ergibt sich damit nach Jahren der Kapitalvernichtung ein Shareholder Return von durchschnittlich 33% pro Jahr.

Bis 2028 will der Chemieriese operativ wieder über 10 Mrd. Euro verdienen – konkret ein EBITDA von 10 bis 12 Mrd. (2024: 8 bis 8,6 Mrd.) Euro. Ein mögliches IPO der Agrarsparte (16% vom Umsatz) nach 2027 sowie ein nicht ausgeschlossener Verkauf des Coatings-Geschäfts (19% vom Umsatz) sollen zudem Kapital bringen. dog

Wir warten bei BASF auf konkrete Erfolge.

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