Halbleiterindustrie

Aixtron – Auch die Manager kaufen

Fast 24% hat Aixtron nach Vorlage der 2024er-Ergebnisse am Donnerstag (27.2.) verloren. Nicht nur wir, sondern auch der Vorstand des MDAX-Konzerns hat den Kurseinbruch zur Aufstockung der Bestände genutzt.

von Thomas Koch,
Logo der Aixtron SE in Herzogenrath, Deutschland
Logo der Aixtron SE in Herzogenrath, Deutschland © Aixtron

Auf relativ schwache Vorjahres-Zahlen und weitere Rückgänge bei Umsatz und EBIT-Marge in 2025 hatten wir Sie bereits vorbereitet. Weil das in den Konsensschätzungen noch nicht vollständig eingepreist war, hatten wir durch die Verlängerung des Nachkauflimits auf „kurzfristig mögliche starke Rücksetzer“ gesetzt. Die Strategie ist aufgegangen, der Einstieg erfolgte am Donnerstagnachmittag zu 11,60 Euro.

Wie geht es bei unserem Depotwert nun weiter? CEO Felix Grawert und CFO Christian Danninger, die beide am Donnerstag ebenfalls Aktien erworben haben, rechnen 2025 wegen der anhaltend schwachen Nachfrage mit einem Umsatzrückgang von 633 Mio. auf 530 bis 600 Mio. Euro. Ab dem Sommer (Q2/Q3) sollen die Auftragseingänge deutlich anziehen. Aixtron ist so aufgestellt, dass die meisten dieser Bestellungen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden können. Bei einer stabilen Bruttomarge (41 bis 42%) wird eine EBIT-Marge von 18 bis 22% (Vj.: 20,7%) avisiert. Berücksichtig sind dabei Abfindungszahlungen im Zuge eines Stellenabbaus, dessen Einsparungen die Bruttomarge zukünftig um etwa einen Prozentpunkt verbessern sollen.

Wir rechnen damit, dass 2025 der Boden erreicht wird und Aixtron dank seiner starken Marktposition danach wieder mit zweistelligen Umsatzsteigerungen bei anziehender EBIT-Marge wächst.

Auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie (11,69 Euro; DE000A0WMPJ6) von Aixtron deshalb ein klarer Kauf. Stopp: 8,20 Euro.

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