US-Sanktionen treffen Rusal hart

Im Februar bescheinigte Vladislav Soloviev, CEO des Aluminium-Riesen UC Rusal, dem Konzern mit Blick auf die Schuldenstruktur ein nur minimales Liquiditätsrisiko und eine größere operative Flexibilität. Insgesamt sei der Konzern in einer guten Verfassung für 2018. Davon kann Anfang April keine Rede mehr sein. Die US-Sanktionen gegen russische Oligarchen haben kein Unternehmen derart hart getroffen, wie die Nr. 2 der weltweiten Alu-Produktion.

Denn sie gehört dem Milliardär Oleg Deripaska, der im Verdacht steht, Einfluss auf den US-Wahlkampf ausgeübt zu haben. Da Rusal etwa 14% des 2017er-Umsatzes (rd. 10 Mrd. US-Dollar) in den USA erwirtschaftet, treffen die Sanktionen das Konglomerat empfindlich. Zahlreiche global agierende Rohstoffhändler sollen bereits ihre Geschäftsbeziehung zu den Russen beendet haben, um nicht selbst Adressat der Sanktionen zu werden. Dadurch wird Rusal zunehmend vom Weltmarkt abgeschnitten. Das Management hat die Aktionäre bereits gewarnt, dass das Unternehmen einen Teil seiner Schulden nicht mehr begleichen werde können. Das „minimale Liquiditätsrisiko“ wurde innerhalb weniger Wochen ein „technischer Default“.

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