Südzucker – Nächstes Problem wartet schon

Mit etwa 42% trägt das Segment Zucker den mit Abstand größten Anteil zum Konzernumsatz der Mannheimer bei. Trotz deutlich gesteigerter Absatzmenge sank der Umsatz hier im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 (per 30.11.) im Vorjahresvergleich um 16% auf 970 Mio. Euro. Neben den fallenden Zuckerpreisen machten sich auch verbliebene Bestände mit hohen Herstellkosten aus der Zuckerkampagne 2023 bemerkbar.
Gründe für den beschleunigten Preisverfall des EU-Preisniveaus waren eine verbesserte Ernteerwartung aus der laufenden Verarbeitungskampagne 2024 sowie der deutlich gesunkene Weltmarktpreis. CEO Niels Pörksen bestätigte am 14.1., dass sowohl im zweiten Halbjahr als auch im Geschäftsjahr 2024/25 mit einem operativen Verlust im Zuckergeschäft zu rechnen sei. Auch an seiner Prognose für den gesamten Konzern hielt er fest.
Der von der EU-Kommission veröffentlichte Zuckerpreis ist von seinem Höchststand bei 856 Euro je Tonne im Dezember 2023 kontinuierlich gefallen. Hersteller klagen unter anderem über Auswirkungen aus zollfreien Importmengen aus der Ukraine, dazu kommt noch der Import-Druck von Lieferungen von außerhalb der EU. Neues Kopfzerbrechen bereitet das sich abzeichnende Mercosur-Handelsabkommen, das die Importe aus Brasilien und Paraguay nochmals erhöhen dürfte. Noch gibt es gegen das Abkommen zwar Widerstand von mehreren EU-Mitgliedern.
Wir sehen bei der Südzucker-Aktie (10,27 Euro; DE0007297004) aber weiterhin wenig Potenzial und meiden die Aktie.